Mehr Parks und Trinkwasserbrunnen

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Wiesbaden (dpa). Die Kommunen in Hessen und Rheinland-Pfalz müssen sich in Zukunft stärker an die Folgen des Klimawandels anpassen. Wie das konkret gehen könnte, zeigt ein am Donnerstag in Wiesbaden vorgestellter Leitfaden, der aus der Studie "Klimprax Stadtklima" hervorgeht. Hierfür wurden in Wiesbaden und Mainz die im Sommer besonders von Hitze geplagten Stadtteile untersucht. Die Experten prüften, wo die Gesundheit gerade von empfindlichen Gruppen wie Kindern und Älteren besonders gefährdet ist, und welche Maßnahmen Stadtplaner zur Klimaanpassung lokal ergreifen können.

Die Studie sei eine große Unterstützung, um Umwelt- und Stadtplanung zu verbinden, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen). "Die Hitze hält uns auch dieses Jahr wieder in Atem, wir brauchen Strategien zur Klimawandelanpassung."

Es soll etwa mehr Grünflächen und Parks, Trinkwasserbrunnen und Schattenplätze geben. Außerdem dürften Bauprojekte die Entstehungsgebiete von Kaltluft und Kaltluftschneisen nicht verbauen.

"Wir wollen die Kommunen befähigen, das Thema Klimaanpassung in den Planungsprozess einzubeziehen", sagte Thomas Schmid, Präsident des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Ergebnisse seien aber nicht nur für die beiden Hauptstädte, sondern für alle Kommunen der Region bei der Stadtplanung hilfreich.

Klimprax steht für "KLIMawandel in der PRAXis. Das Projekt wurde initiiert vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Projektpartner sind die Städte Wiesbaden und Mainz, der Deutsche Wetterdienst, das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz sowie das Kompetenzzentrum Klimawandelfolgen des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz.

Quelle: Gießener Allgemeine

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