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Marburgerin Anika Decker bringt neue Komödie ins Kino

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© Anne Wilk

Marburg (fd). Keinohrhasen, Zweiohrküken, Rubbeldiekatz, Traumfrauen: Anika Decker aus Marburg ist Deutschlands erfolgreichste Drehbuchautorin der vergangenen Jahre. Rund 15 Millionen Menschen lockte sie mit ihren Filmen bisher in die Kinos. Nun steht das nächste Projekt an.

"Ich finde, Schreiben ist zu 95 Prozent sehr harte Arbeit und Selbstdisziplinierung. Die restlichen fünf Prozent, für die macht man das eigentlich. Manchmal taucht man weg. Es entsteht ein Flow, und der ist ganz toll. Dem jagt man ständig hinterher. Und natürlich ist es auch schön, wenn alles vorbei ist, und irgendwann die Vorbereitungen anfangen: Castings, Besprechungen mit Kostüm und Maske. Das ist toll. Es ist eine wahnsinnig befriedigende Arbeit, wenn man zuschauen kann, wie etwas wächst und man mitbestimmen darf", sagte Decker im bislang letzten Interview mit dieser Zeitung über ihren Job.

Derzeit ist es wieder soweit: Mit "High Society" wächst das nächste Projekt. Hier wird die Marburgerin - wie zuletzt in "Traumfrauen" auch - auch wieder Regie führen. Worum geht's? "Anabel von Schlacht ist die wohlstandsverwahrloste Partytochter einer schwerreichen Industriellenfamilie. Das dachten zumindest alle, doch ein handfester Skandal in Anabels Geburtsklinik enthüllt die Vertauschung diverser Babys und auch Anabels wahre Herkunft. Ihre leibliche Mutter lebt mit ihren beiden anderen Kindern und einem illegalen Untermieter in einer Plattenbau-WG.

Als Anabel in ihrem neuen Zuhause eintrifft, bekommt sie sich direkt mit dem attraktiven Polizisten Yann in die Haare. Auch ihr weiterer Weg ist gepflastert mit skurrilen Begegnungen, familiären Konflikten und Liebesverwirrungen, führt sie jedoch zu den wirklich wichtigen Fragen des Lebens sowie der Suche nach ihrer wahren Identität, dem ersten richtigen Job und der Frage was Familie eigentlich bedeutet", heißt es über den Inhalt. Mit dabei: Emilia Schüle, Iris Berben und Katja Riemann. Kinostart ist für Frühjahr 2017 geplant.

Ob solch große Projekte nicht mit jeder Menge Druck verbunden sind? Im bislang letzten Interview mit dieser Zeitung sagte die Marburger Anika Decker zum Thema: "Druck ist immer. Ich habe mich damit angefreundet. Druck muss sein, denn die Filme, an denen ich mitarbeite, haben so ein hohes Budget, da ist es schlicht und einfach eine Katastrophe, wenn sie nicht gut laufen. Aber das ist eben der Deal: Ich kann nicht sagen, dass ich große Mainstream-Komödien machen will und heule dann aber jeden Tag über den großen Druck."

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