Mahnwache und Demo nach Schüssen auf Flüchtlingsunterkunft

Dreieich/Neu-Isenburg (dpa/lhe) - Mehrere Tage nach den Schüssen auf eine Flüchtlingsunterkunft in Dreieich (Kreis Offenbach) mit einem Leichtverletzten suchen die Ermittler noch nach der Waffe. Im benachbarten Neu-Isenburg war für Donnerstagabend eine "Mahnwache gegen Rassismus" geplant.

Es sei noch offen, ob es ein Täter oder mehrere gewesen seien, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Nina Reininger, am Donnerstag. Am frühen Montagmorgen waren mehrere Schüsse auf ein Fenster der Unterkunft abgegeben worden, ein 23-Jähriger war im Schlaf getroffen und leicht am Bein verletzt worden. In dem Teil der Unterkunft sind hauptsächlich Syrer untergebracht.

Unterdessen sind mehrere Aktionen gegen Rassismus geplant. Im benachbarten Neu-Isenburg war für Donnerstagabend eine "Mahnwache gegen Rassismus" geplant. Es sei notwendig, ein Zeichen zu setzen, sagte Organisator Henrik Kammermeier. Er erwartete mindestens 250 Teilnehmer. Unterstützt werde die Aktion von Parteien wie SPD und Linke sowie von Kirchengemeinden. Für Samstag hat eine Gruppe unter dem Motto "Solidarität mit allen Geflüchteten. Das Problem heißt Rassismus" in Dreieich eine Demonstration für Flüchtlinge geplant. Hier rechnen die Organisatoren mit etwa 150 Teilnehmern.

Quelle: Gießener Allgemeine

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