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Magistrat stimmt für Errichtung eines Behring-Pfades

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Marburg (pm). Der Magistrat hat der Einrichtung eines Behring-Pfades zugestimmt, der die verschiedenen Wohn- und Wirkungsstätten sowie das Mausoleum des Marburger Medizin-Nobelpreisträgers und Firmengründers Emil von Behring (1854-1917) verbindet und mit Informationen ergänzt.

Auf diese Weise soll das Wirken des ersten Nobelpreisträgers der Medizin und Gründers der Behring-Werke touristischattraktiv und wissenschaftlich anspruchsvoll nähergebracht werden, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel.

Die Idee zur Errichtung eines Behring-Pfades hatte Prof. Dr. Michael Lohoff vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums an die Stadt herangetragen. Die Rolle von Behrings für die Stadt stehe außer Frage, erklärte der Oberbürgermeister.

Im Gegensatz zu den anderen beiden geschichtsprägenden Marburger Persönlichkeiten, der heiligen Elisabeth mit der Elisabethkirche und dem Universitätsgründer Landgraf Philipp mit dem Landgrafenschloss, sei Behring im Erleben und im Bild der Innenstadt nicht sehr präsent.

Musealer Bezugspunkt

Diesem Mangel soll der Behring-Pfad entgegenwirken. Musealer Bezugspunkt des Pfades soll die von der Stadtverordnetenversammlung am 26. März vergangenen Jahres beschlossene Einrichtung einer dauerhaften zentralen Gedenkstätte und mit Ausstellung im Gebäude des Chemikums in der Bahnhofstraße 7 sein.

Der künftige Behring-Pfad wird die folgenden Stationen verbinden: Bahnhofsvorplatz nach Umgestaltung mit Informationstafel zum Behring-Pfad, Bahnhofstr. 7/Chemikum, ehemaliges Hygiene-Institut Pilgrimstein 2 (Wirkungsstätte ab 1895), Behring-Villa in der Wilhelm-Roser-Straße 2, Wohnhaus und Privatlabor im Gisonenweg 5, erste Produktionsstätte Bunter Kitzel 1 (hinterer Schlosspark), zweite Produktionsstätte im Gutshof Brunnenstraße 16, Marbach, Forschungsabteilung Wannkopfstraße 13/14, Behring-Zimmer im Hauptwerk (nur zugänglich zu besonderen Anlässen) und das Mausoleum auf der Elsenhöhe.

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