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Licher Augenzeugen des Anschlags in Marrakesch

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Lich (bf). »Wir sind alle in Ordnung, aber uns schlottern die Knie.« Diese erlösende Nachricht kam gestern aus Marrakesch. Mitglieder des Licher Partnerschaftsvereins, die nach einer zehntägigen Tour durch Marokko und in die Partnerstadt Tata - die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete - auf den Rückflug nach Deutschland warteten, haben die tödliche Detonation auf dem Jamaa el-Fna-Platz hautnah miterlebt.

Sie sind alle unbeschadet davon gekommen. Andere hatten nicht soviel Glück. Bei der Explosion in dem bekannten Café »Argana« sind nach ersten Angaben mindestens 15 Menschen gestorben, darunter Touristen.

Mit der Delegation aus Lich - darunter Bürgermeister Bernd Klein - war auch Matthias Luft, freier Mitarbeiter der Redaktion dieser Zeitung, nach Marokko gereist. Er befand sich um 11.58 Uhr Ortszeit just am Eingang des Suks vor dem Restaurant »Argana« auf der Ostseite des Djemaa-el-Fna, als die Terrasse im Obergeschoss des Lokals explodierte.

Trümmerteile rieselten auf ihn nieder. Aus nächster Nähe beobachtete er, wie die Menschen schreiend davonliefen, um sich wenige Minuten später wieder zu nähern. Bald sei der Platz von Schaulustigen verstopft gewesen. Aggressiv hätten sich die Rettungsfahrzeuge einen Platz durch die Menge gebahnt. Nach zehn Minuten seien die ersten Opfer geborgen worden.

Nicht alle Mitglieder der Licher Delegation waren am Ort der Katastrophe. Der größere Teil der Gruppe befand sich außerhalb des Zentrums. Sie hörten den Knall, der kilometerweit zu vernehmen war.

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