Landesgartenschau wird auch große Leistungsmesse

Gießen (mö). Wie wird die Wieseckaue in zwei Jahren aussehen? Es ist vor allem die dauerhafte Gestaltung des Naherholungsgebiets, die im Zusammenhang mit der Landesgartenschau immer wieder diskutiert wird. Weniger Aufmerksamkeit genießt das, was »temporär« in dem Gelände zwischen April und Oktober 2014 passieren wird.

Zum Beispiel auf dem Gelände des jetzigen Sportplatzes Ringallee. Gerade hier wird deutlich, dass die Landesgartenschau auch eine große Leistungsmesse ist.

Wie die Landesgartenschau Gießen GmbH Ende Juni mitgeteilt hatte, ist der Gestaltungswettbewerb für das Areal neben dem Haupteingang abgeschlossen worden. Der erste Preis, an dem sich die konkrete Planung orientieren soll, ging an ein Büro aus Frankfurt für dessen Konzept »Molekulargärten«. Mittlerweile kann man auf der Internet-Seite der LGS GmbH (www.landesgartenschaugiessen.de) besichtigen, was konkret geplant ist auf dem rund 16 000 Quadratmeter großen Gelände am »Festplatz Ringallee«, wie der Messeplatz neuerdings heißt.

Die Fläche wird während der Schau in drei größere Bereiche geteilt. Direkt an den Parkplatz schließt sich ein Bereich an, in dem die Gastronomie mit Festzelt, Biergarten und Sanitäranlagen sowie eine lange Pflanztribüne untergebracht werden sollen. Im Anschluss werden Flächen reserviert, auf denen sich unterschiedlichste Institutionen präsentieren können. Dazu zählen Landkreis und Regierungspräsidium, das städtische Gartenamt, Sponsoren, Gießens Partnerstädte oder Hessen-Forst. Dazwischen werden bis zu vier Schaugärten angelegt.

Der große »Gärtnertreff« soll am Nordrand entstehen, daneben erhalten Floristen und Steinmetze die Möglichkeit, ihr Können auf einem größeren Musterfriedhof zu zeigen. Der geplante Verkaufsmarkt der Gärtnereibranche ist am anderen Ende direkt neben der Haupteingangsachse vorgesehen. Die von der Jury preisgekrönten »Molekulargärten«, die verschiedene Themen aufgreifen, werden kreisförmig Richtung Neuer Teich angeordnet. Hier ist auch noch ein größerer Gästepavillon vorgesehen.

Räumung bis Ende 2012

Die Stadt und der Fußballverein hatten sich im vergangenen Jahr darauf geeinigt, dass Blau-Weiß das Gelände bis Ende 2012 räumt und der Erbbaupachtvertrag, den Stadt und Verein 1986 abgeschlossen hatten, ab dann ruht. Gleichzeitig wird dem Verein ein Rückkehrrecht zum 1. Juli 2015 garantiert, dann auf ein neu hergerichtetes Sportgelände. Offen ist noch, welchen Platzbelag die Blau-Weiß-Kicker dann vorfinden werden. Ob es ein Kunstrasen sein wird, wird von der Kassenlage der Stadt abhängig gemacht. In jedem Fall wird der Verein »gleichwertige« Bedingungen vorfinden, heißt es in dem Vertrag.

Der Ausstellungs- und Gastroniomiebereich am Haupteingang wird nicht die einzige Fläche mit Messecharakter sein. So ist der Bolzplatz am Ostrand des eintrittspflichtigen Geländes für die Blumenschauen vorgesehen und soll über den Waldbrunnenweg angedient werden. Kleinere »temporäre« Ausstellungsflächen sind unterhalb des Nordeingangs (Quellgarten) und am Wegekreuz, an dem der kleine Holzpavillon steht, vorgesehen.

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