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Land gibt sieben Millionen Euro für Klinik-Modernisierung in Wetzlar

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Wetzlar (wv) »Ziel unserer Gesundheitspolitik ist es, die bestmögliche medizinische Versorgung unserer Bürger sicherzu- stellen. Hierbei geht es auch um den Zugang zu medizinisch notwendigen Behandlungsmaßnahmen in höchster Qualität«. Das sagte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) bei seinem Informationsbesuch im Wetzlarer Klinikum. Im Gepäck hatte der Gast aus Wiesbaden einen Bewilligungsbescheid über rund sieben Millionen Euro.

Mit der Landesförderung wird das Bettenhaus Nord saniert und der Eingangs- und Funktionsbereich im Erdgeschoss neu strukturiert. Zudem wird das Klinikum einen Feuerwehraufzug erhalten.

Im Beisein von Landrat Wolfgang Schuster (SPD) und Vizelandrat Wolfgang Hofmann (FW), den Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates der Lahn-Dill-Kliniken, überreichte der Sozialminister den Bewilligungsbescheid an Geschäftsführer Richard Kreutzer. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (CDU) und den Medizinern Georg Müller und Michael Saar vom ANR-Arztnotruf Lahn-Dill informierte sich der Minister über die aktuellen Investitionen im baulichen und medizintechnischen Bereich. Dabei auch Dr. Norbert Köneke, (Medizinischer Direktor), Professor Dr Jörg Engel (Ärztlicher Direktor) und Michael Müller (Pflegedirektor) vom Klinikum.

ihrer Abteilung, deren Türen sich auch für den Minister nicht öffneten.

wurde vom Land zu 50 Prozent bezuschusst. zentrale Sterilgut-Aufbereitung. Der Messplatz zähle zu den modernsten seiner Art in Hessen. Von Interesse waren dabei der neue voll digitalisierte Linksherzkatheter- Messplatz und die Oberarzt Martin Brück erklärte den Gästen die vielfältigen Möglichkeiten des Gerätes in der Diagnose und Therapie. Die Investitionssumme von 2,8 Millionen Euro für den Anbau und den Messplatz

trauensvollen Zusammenarbeit entwickelt, so Geschäftsführer »Über 4000 Instrumente täglich werden von 20 Mitarbeitern gereinigt und desinfiziert«, erklärte Dorothee Krohr, Bereichsleiterin der Abteilung »Sterilgutversorgung« die Funktion so vernetzt werden.

Dazu gehörten auch der Arzt-Notruf und die »Ganz wichtig ist für uns die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen, daher ist die Schaffung von Netzwerken zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten enorm wichtig«, betonte der Minister, als er die zukünftige Gesundheitsversorgung in der Region ansprach. Aus dem »Frontendenken« zwischen den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus habe sich ein medizinisches Netzwerk der verKreutzer. häusliche Versorgung von Krebspatienten.

Es soll eine Gesellschaft gegründet werden, in der die Lahn-Dill-Kliniken und der Arzt-Notruf als gleichberechtigte Partner Sorge bereitet dem Minister die medizinische Versorgung auf dem Land. Immer mehr Arztpraxen werden altersbedingt geschlossen, der Nachwuchs fehlt. Unter heutigen Rahmenbedingungen seien nur noch fünf Prozent der angehenden Mediziner bereit, eine Landpraxis zu übernehmen, so aktuelle Untersuchungen. »Für die Landesregierung ist die wohnortnahe hausärztliche Versorgung ein wichtiges Anliegen. Durch Instrumente der Wirtschaftsförderung für junge Mediziner sollen hier Anreize geschaffen werden.«

wohner

Über 100 Notfallärzte für rund 260 000 KreisbeBei seinem anschließenden Besuch in der zentralen Leitstelle des Arztnotrufes auf dem Spielburggelände informierte sich der Sozialminister über dessen Arbeitsweise. Der medizinische Notruf ist rund um die Uhr mit einem Mediziner besetzt, der mit 240 Ärzten in 130 Praxen und fünf regionalen Kliniken vernetzt arbeitet. Über 100 Notfallärzte stellen eine ortsnahe Versorgung der rund 260 000 Kreisbewohner sicher. Grüttner bezeichnete diese Kooperation als wegweisend für Hessen.

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