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Kulinarisches Gesamtkunstwerk der Extraklasse

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Marburg (sha). »Die Crème de la Crème deutscher Kochkunst« und »die Besten der Besten deutscher Weinkultur« hieß Michael Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der »Vila Vita Hotel und Touristik GmbH«, am frühen Sonntagabend im »Vila Vita Hotel Rosenpark« willkommen – und er versprach damit keineswegs zuviel. Was Deutschlands Spitzenköche und –winzer den insgesamt 294 Gästen an diesem Abend präsentierten, das ließ keinerlei Wünsche offen.

Marburg (sha). »Die Crème de la Crème deutscher Kochkunst« und »die Besten der Besten deutscher Weinkultur« hieß Michael Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der »Vila Vita Hotel und Touristik GmbH«, am frühen Sonntagabend im »Vila Vita Hotel Rosenpark« willkommen – und er versprach damit keineswegs zuviel. Was Deutschlands Spitzenköche und –winzer den insgesamt 294 Gästen an diesem Abend präsentierten, das ließ keinerlei Wünsche offen.

Die knapp 300 Gourmets, die aus ganz Deutschland zur mittlerweile sechsten »Küchenparty« im »Rosenpark« angereist waren, konnten eine Vorspeise von Kolja Kleeberg (»Vau«, Berlin), ein Zwischengericht von Alfons Schuhbeck (»Schuhbecks«, München), einen Fischgang von Holger Bodendorf (»Bodendorfs«, Sylt), je einen Hauptgang von Bernd Siener (»Bel Etage«, Marburg) und Karl-Heinz Hauser (»Süllberg«, Hamburg) sowie ein Dessert von Frank Rosin (»Rosin«, Dorsten) genießen.

Einzeln betrachtet stellten sich die Kreationen der sechs je mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Meister ihres Faches den Gästen als »Berliner Eisbein mit Kohlrabi, Krebsen und Angostura-Vinaigrette« (Kleeberg), »Getrüffeltes Nudelgangerl mit a bisserl Gemüse« (Schuhbeck), »Gebratener Kabeljau mit Tortellini von Gewürzschweinebauch und geschmortem Chicoree« (Bodendorf), »Karamellisierte Brust vom Schwarzfederhuhn mit Gamba und Schwarzkümmeljus« (Siener), »Verschiedenes vom Iberico Joselito, Pimentos de Padrón und Artischocken« (Hauser) sowie »Erdbeeren mit Buttercreme und Basilikum« (Rosin) dar. Ergänzt wurde dieses lukullische Feuerwerk durch weitere Köstlichkeiten von ausgewählten Lieferanten und Produzenten, die sich als Kooperationspartner des Veranstalters bereits einen Namen gemacht haben. Dazu zählten unter anderem das »Cavier House« aus St. Augustin und der »Rungis Express« aus Meckenheim, die Kaviar und Austern anboten.

Zahlreiche der namhaftesten Winzer der Republik – darunter auch Deutschlands »Winzerin des Jahrzehnts«, Julia Keller, vom rheinhessischen Weingut Klaus Peter Keller in Flörsheim-Dalsheim – offerierten den Feinschmeckern persönlich ihre Weine. Julia Keller, die im Jahr 2000 durch den Gault-Millau mit diesem Titel ausgezeichnet wurde, erläuterte im Gespräch mit der »Allgemeinen«, was die Bezeichnung »S« (Selektion aus alten Reben) für das Aroma der jeweiligen Weine bedeutet: »Reben, die seit mehr als 20 Jahren Früchte tragen, haben tiefere Wurzeln als jüngere Reben und können sich daher auch in trockenen Sommern besser mit Wasser, Mineralien und Nährstoffen versorgen als jüngere Reben. Zudem bilden die älteren Reben grundsätzlich kleinere Früchte aus als die noch jungen Pflanzen.« Das Aroma dieser kleinen Trauben sei deshalb »besonders intensiv«, so Keller.

Die Besonderheit solcher »Küchenpartys« besteht nach Angaben von Marketingdirektorin Anne Schmidt darin, nicht wie üblich am Tisch bedient zu werden, sondern sich die einzelnen Speisen direkt von den Starköchen in der Küche abzuholen. Zu diesem Zweck waren die verschiedenen Küchen- und Bar-Bereiche des »Rosenpark« so aufgeteilt, dass jedem der sechs Akteure dieser »Küchenparty« sein eigenes Areal zur Herstellung der exquisiten Speisen zur Verfügung stehe. Dies gestatte es den Gästen, ungezwungen mit den Größten dieser Szene ins Gespräch zu kommen, ihnen beim Kochen einmal über die Schulter sehen zu dürfen oder sich Autogramme geben zu lassen, erläuterte Anne Schmidt. Das gleiche Prinzip gelte für die zahlreichen renommierten Winzer, die – wie die Köche – an verschiedenen Standorten im Erdgeschoss und im ersten Stockwerk des Atriums des Hotels ihre Weine anböten und dabei den Besuchern neben dem Ratschlag, welcher Wein am besten zu der gewählten Speise passe, auch allgemeine Auskünfte über den Weinbau erteilten. Als Willkommensgruß erhielt jeder Gast eine Schürze, um für die »Tour durch die Küchen« gerüstet zu sein. Die meisten Gäste benutzten dieses besondere Geschenk jedoch nicht in erster Linie, um die eigene Abendgarderobe zu schützen, sondern als textiles Autogrammheft, das sie in den jeweiligen Küchen von den einzelnen Köchen signieren ließen.

Die Idee, auch in Marburg »Küchenpartys« zu zelebrieren, stammt von Bernd Siener, der seit 1999 als Küchenchef im »Vila Vita Hotel Rosenpark« das Gourmet- und Sternerestaurant betreut. Für Siener besitzen diese Festivitäten nicht nur ein »schönes Format, das höchste Qualität aus Küche und Keller in angenehmer und lockerer Atmosphäre« miteinander verbindet, sondern sie stellen aus seiner Sicht auch für die Mitarbeiter einen »Höhepunkt« dar, weil »man in Schlagdistanz mit den ganz Großen der Szene« agieren könne.

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