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Höchste Auszeichnung für Fritz Bauer

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Frankfurt/Wiesbaden - Der frühere hessische Generalstaatsanwalt und Initiator des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, Fritz Bauer, ist posthum mit der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen geehrt worden. Seine in Schweden lebenden Großnichten, Marit Tiefenthal und Pernilla Öhman, nahmen nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag in Frankfurt die Wilhelm-Leuschner-Medaille stellvertretend entgegen.

»Als Ankläger einer ganzen Epoche zwang er die Gesellschaft zum Hinsehen und zur Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus«, sagte Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Im Zentrum seiner Vorgehensweise habe jedoch nie die Vergeltung gestanden, sondern »die Würde und die Erinnerung an die Opfer, um dem kollektiven Vergessen des Massenmordes an den Juden vorzubeugen.«

Bauer wurde 1903 in Stuttgart geboren. 1956 berief in der damalige hessische Ministerpräsident Georg-August Zinn in das Amt des hessischen Generalstaatsanwalts und holte ihn nach Frankfurt. In dieser Position war Bauer verantwortlich für das Zustandekommen des Auschwitz-Prozesses. 1968 starb Bauer. dpa

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