1. Wetterauer Zeitung
  2. Hessen

Elf Menschen verletzt nach rätselhaftem Gasunfall

Erstellt:

Von: Alexander Gottschalk

Kommentare

Alarm im westhessischen Eltville: Bei einem Rettungseinsatz klagen etliche Helfer über Übelkeit.

Eltville - Durch einen mutmaßlichen Gasaustritt sind am Mittwochnachmittag (7. September) in Eltville (Rheingau-Taunus-Kreis) elf Menschen verletzt worden. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, musste dort am Nachmittag ein Wohnhaus evakuiert werden. Die meisten Verletzten sind demnach Rettungskräfte. Welcher Stoff austrat, ist bislang unklar.

Auch die Ursache für den mutmaßlichen Gasaustritt konnten die Ermittler trotz der Unterstützung durch den Schornsteinfeger und den Gasversorger bis zum Abend nicht finden. Sie vermuten, dass es in einem Raum des Gebäudes eine Gasansammlung gab, die sich später nicht mehr nachweisen ließ, weil die Fenster geöffnet worden waren.

Hessen: Mutmaßlicher Gasaustritt in Eltville bringt zehn Menschen ins Krankenhaus

Begonnen hatte der Einsatz in Eltville als Routinejob: Gegen 15.15 Uhr rief der Rettungsdienst die Feuerwehr als Tragehilfe zu einem medizinischen Notfall. Im Verlauf der Rettungsmaßnahmen hätten dann aber ein Anwohner sowie mehrere Einsatzkräfte über Übelkeit geklagt, wie die Feuerwehr weiter schilderte. Sie räumte das Gebäude und rief Verstärkung.

Rettungseinsatz am Mittwoch (7. September) in Eltville.
Rettungseinsatz am Mittwoch (7. September) in Eltville. © Wiesbaden112

Die Mess- und Warngeräte zeigten zwar „keine Anhaltspunkte für einen Gasaustritt“. Trotzdem landeten zehn von elf Verletzten im Krankenhaus. Zwei Anwohner und ein Rettungsdienstler erlitten mittelschwere Verletzungen, zwei weitere Rettungsdienstler sowie sechs Feuerwehrleute leichte Verletzungen.

Wegen Rettungseinsatz: Ortsdurchfahrt in Eltville gesperrt

Die Ortsdurchfahrt in Eltville war wegen des Rettungseinsatzes bis 18 Uhr gesperrt. Aufgrund der vielen Betroffenen waren unterem anderen auch Rettungskräfte aus Wiesbaden vor Ort. Dass ein Gasaustritt sogar noch schlimmere Folgen als im vorliegenden Fall haben kann, zeigt ein Beispiel aus Rüsselsheim, wo es im letzten Dezember eine ganze Familie übel erwischte. (ag)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion