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Handwerk trotzt Krise

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Gießen/Wiesbaden (pm). Die wirtschaftliche Lage der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Wiesbaden zeigt sich am Ende des ersten Halbjahres 2009 saisonüblich belebt. Nach der aktuellen Konjunkturumfrage unter mehr als 1000 Handwerksbetrieben in Ober-, West- und Mittelhessen schätzen 65 Prozent der Betriebsinhaber ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein.

Gießen/Wiesbaden (pm). Die wirtschaftliche Lage der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Wiesbaden zeigt sich am Ende des ersten Halbjahres 2009 saisonüblich belebt. Nach der aktuellen Konjunkturumfrage unter mehr als 1000 Handwerksbetrieben in Ober-, West- und Mittelhessen schätzen 65 Prozent der Betriebsinhaber ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Gegenüber dem 1. Quartal ist dies eine Steigerung um 7,5 Prozentpunkte, was aber Kammerpräsident Robert Werner zufolge eine »saisonübliche Entwicklung« sei.

»Dass die handwerklichen Unternehmer der globalen Krise trotzen, ist auch an der erfreulich hohen Investitionstätigkeit abzulesen«, teilte Werner am Donnerstag mit. Rund 30 Prozent der Betriebe haben in den letzten drei Monaten investiert. Ein derart hoher Wert sei seit Jahren nicht erreicht worden. Die leichte Frühjahrsbelebung lasse jedoch nicht darauf schließen, dass für das Handwerk die Wirtschaftskrise überwunden sei. »Aber«, so Werner, »mit der jetzt registrierten Frühjahrsbelebung ist der erste Schritt möglich, die Talsohle zu verlassen.« Die leichte Frühjahrsbelebung führte dazu, dass der handwerkliche Arbeitsmarkt stabil blieb. Nach der aktuellen Umfrage ist in 93,8 Prozent der Betriebe die Mitarbeiterzahl konstant geblieben oder sogar gestiegen.

Lediglich 6,7 Prozent mussten sich von Mitarbeitern trennen. Für die nächsten drei Monate erwarten die Handwerksunternehmer eine stabile wirtschaftliche Lage. Die Ausbildungssituation im Kammerbezirk stellt sich Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes zufolge zum Stichtag 30. Juni überraschend positiv dar. »Nach der Geschäftsstatistik, in der die Lehrverträge im Erhebungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember eines Jahres einfließen, können wir im Kammerbezirk ein Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres feststellen«, so Brandes - doch: es handele sich zunächst um eine Zwischenbilanz.

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