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Hallenbad 2017 drei Monate zu

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Das Hallenbad in Hüttenberg soll 2017 saniert werden.	(Archivfoto: blm)
Das Hallenbad in Hüttenberg soll 2017 saniert werden. (Archivfoto: blm) © pv

Hüttenberg (jow). Das Hallenbad wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 für drei bis vier Monate schließen. Das gab der Vorstand des Trägervereins auf seiner Jahreshauptversammlung am Freitag bekannt.

Bürgermeister Christof Heller erläuterte das Sanierungskonzept. Wenn weitere Details feststehen, soll eine erneute Mitgliederversammlung einberufen werden.

Die Kosten der modularen Sanierung sollen sich auf ungefähr 1,5 Millionen Euro belaufen. Vorher hatte der Erste Vorsitzende Thomas Birkenstock auf die Ereignisse des abgelaufenen Geschäftsjahres zurückgeblickt. Bereits 2014 wurde die Erstellung eines Sanierungskonzepts in Auftrag gegeben, da die Mängel an der Bausubstanz offensichtlich seien. Seit dem Bau des Schwimmbads 1969 ist bekannt, dass es undicht ist.

Die Sanierung soll in drei Stufen erfolgen, ergänzte Heller. Im ersten Schritt sollen voraussichtlich im Januar 2017 das Becken, die Duschen und das Lüftungssystem renoviert werden. Die Kosten hierbei belaufen sich auf 622 000 Euro. Für den zweiten Abschnitt ist der Austausch des Heizsystems vorgesehen. Dieses versorgt auch die angrenzende Sporthalle mit Wärme. Hierfür werden 185 000 Euro veranschlagt. Zuletzt wird eine neue Dachkonstruktion folgen, die mit 722 000 Euro am kostspieligsten ist. Die beiden letzten Schritte werden auch wegen der finanziellen Dimension erst bei Bedarf umgesetzt.

»Wir stehen in jedem Fall hinter dem Hallenbad«, betonte Heller. Während der Schließung soll eventuell eine Möglichkeit zum Ausweichen auf Hallenbäder in anliegenden Gemeinden angeboten werden. »Wir versuchen, eine Lösung zu finden, die für alle Seiten zufriedenstellend ist«, meinte Birkenstock.

2421 Mitglieder

Veränderungen gab es im Vorstand des Trägervereins. Anette Herda, die schon länger mitgearbeitet hat, wurde nun zur Beisitzerin gewählt, ebenso André Krug. Neuer Kassenprüfer für den ausgeschiedenen Heinz Zörb ist Paul Hartmann. Vakant bleiben muss die Position des zweiten Vorsitzenden, da Heiko Ehrhardt nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand.

Aktuell hat der Verein 2421 Mitglieder, wovon 565 Familien- und 624 Einzelmitgliedschaften sind. Positiv erwähnt wurde auch, dass beim diesjährigen Neujahrsspringen viele Flüchtlinge teilgenommen haben. Nun sei angedacht, ihnen an Samstagen nach den regulären Öffnungszeiten Schwimmkurse anzubieten.

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