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Großeltern zeigen ihren Enkeln Gänse und Hühner

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Nidderau (udo). Hochbetrieb herrschte bei der 47. Allgemeinen Rassegeflügelschau des Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins Erbstadt. Dabei wurden über 400 Hühner, Zwerghühner, Gänse, Enten und Tauben in verschiedenen Rassen und Farbschlägen auf dem Gelände am Winner Weg gezeigt.

An beiden Tagen erschienen junge Familien und Großeltern mit ihren Enkeln, um den Kleinen die schönen Brahma-Hühner und Lockengänse zu zeigen. Die Hauptdarsteller (mit Flügeln) merkten auch gleich, was gespielt wurde; sie krähten, zischten und warfen sich mächtig in Pose.

Vereinschef Heinrich Mörschardt begrüßte am Samstagnachmittag zahlreiche Besucher, unter denen sich etliche Ehrengäste befanden. Das Niveau der Schau sei hervorragend. Mörschardt: »Hoffentlich läuft es in den nächsten Jahren wieder genauso gut.«

Der Landtagsabgeordnete Hugo Klein ist ein gerngesehener Gast am Winner Weg. Er lobte, die Anlage sei sehr gepflegt und die Züchter erfreulich engagiert. Klein: »Ich bin regelmäßig mit Vergnügen hier, aber bei der Führung durch die Schau habe ich doch wieder viel gelernt.« Die Züchter beherrschten die Standards, sie hätten ihre Hausaufgaben wieder gut gemacht und es mache Spaß, »all diese Farbenpracht zu sehen«. Die Liebe zum Kleintier sei ein hohes Gut, doch »wo Menschen bewerten, da gibt es immer eine gewisse Bandbreite«.

Bürgermeister Gerhard Schultheiß fungierte als Schirmherr, erinnerte an seine Verbundenheit mit dem Verein und betonte: »Dass das Haus heute so voll ist, spricht für diese Veranstaltung.« Die Kleintierzucht sei ein zeitintensives Hobby, doch in Nidderau seien zum Glück noch ländliche Strukturen vorhanden. Wichtig sei, dass die Kommune die Voraussetzungen für diese schöne Freizeitbeschäftigung schaffe.

Er gratulierte allen Preisträgern. Zu wünschen sei, dass auch die jüngere und mittlere Generation den Weg zur Kleintierzucht finde. Denn die Kommune selber könne unmöglich auch nur ansatzweise leisten, was ein Verein gestalte.

Schultheiß sprach über die Taube, die Noah bei der abklingenden Sintflut aus der Arche entsandte, um Spuren von trockenem Land zu finden. Seither gelte die Taube als Symbol für die Verbindung zwischen Gott und den Menschen.

Vereinsmeister sind die Hühnerzüchter Erich Bommersheim mit seinen schwarzen Zwerg-Australorps, Manfred Becht mit seinen weißen Zwerg-New-Hampshire und Werner Widera mit seinen schwarzen Zwerg-Australorps sowie die Taubenzüchter Heinrich Mörschardt mit seinen blauen Feldfarbentauben ohne Binden, Walter Vogel mit seinen schwarzen Deutschen Modenesern schietti und Werner Resch mit seinen blauen Deutschen Modenesern schietti mit bronzenen Binden. »Vorzügliche« Tiere stellten Predag Rankovic, Bernd Findling, Lisa Wenzel, Erich Bommersheim, Wera Rosenbecker, Manfred Becht, Walter Vogel, Werner Resch, Dirk Adelmann, Heinrich Mörschardt, Edgar Becker, Dieter Marbach, Wilhelm Breitwieser und Herbert Dietz fest.

Die Erbstädter Bänder gingen an Erich Bommersheim, Manfred Becht, Walter Vogel, Dirk Adelmann, Edgar Becker und Wilhelm Breitwieser. Bernd Findling, Lisa Wenzel, Wera Rosenbecker, Werner Resch, Heinrich Mörschardt und Herbert Dietz erhielten die Preisbänder des Landesverbands.

Mit Pokalen wurden die Tiere von Bernd Waas, Predag Rankovic, Erich Bommersheim, Karlfried Weisgerber, Willi Weiser, Dieter Marbach und Willi Weiser ausgezeichnet. Karlheinz Ruth, Erich Bommersheim, Werner Resch, Hartmut Kraft, Frank Steinicke und Button Zanetti gingen mit Stammtisch-Pokalen nach Hause.

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