Gewitter halten Feuerwehren auf Trab

Frankfurt (dpa/lhe). Bevor am Mittwoch Sommer und Sonne nach Hessen zurückkehren, beherrschen Wolken und Schauer das Wetter. Am Wochenende hatten Unwetter mit Starkregen und Sturmböen sowie Brände nach Blitzeinschlag die Feuerwehren in einigen Regionen auf Trab gehalten.

Unter anderem im südhessischen Dieburg. Dort campierten mehr als 2000 Besucher eines Musikfestivals in Zelten, als am Sonntagmorgen starker Regen auf sie niederprasselte. Viele überraschte das Wasser im Schlaf. Verletzt wurde aber niemand. Feuerwehr und Polizei räumten das Gelände. Mehr als 90 Menschen ließen sich von der Feuerwehr zu einer Turnhalle bringen, wo sie Decken und warme Getränke bekamen. Andere seien nach Hause gefahren oder von Angehörigen abgeholt worden, so die Feuerwehr. In Südhessen liefen nach Polizeiangaben allein 120 Keller voll.

Bei Bränden entstand Schaden in sechsstelliger Höhe. In Fulda schlug während eines heftigen Sommergewitters der Blitz in ein Wohnhaus ein. Bei dem dadurch ausgelösten Feuer entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden von rund 150 000 Euro. In Zierenberg bei Kassel brannte der Dachstuhl eines Hauses ebenfalls nach einem Blitzeinschlag ab. Der Schaden dort: knapp 100 000 Euro. Die 89 Jahre alte Hausbewohnerin wurde von Nachbarn in Sicherheit gebracht. Die schwerhörige Frau hatte weder den Knall des Blitzeinschlags gehört noch den Brandgeruch wahrgenommen.

In Wiesbaden brannten – vermutlich ohne Einfluss des Wetters – in der Nacht zum Sonntag ein Holzschuppen und ein Vereinsheim. In beiden Fällen wird die Brandursache noch ermittelt. Das Feuer in dem Schuppen griff auch auf das Dach eines benachbarten Wohnhauses über. Dessen Bewohner konnten rechtzeitig ins Freie flüchten, teilte die Polizei mit. In den Morgenstunden stand im Stadtteil Klarenthal das Vereinsheim eines Kleintierzuchtvereins in Flammen. Tiere wurden nicht verletzt. Der Schaden am Gebäude beträgt laut Polizei etwa 75 000 Euro.

Unwetter im Westen

Auch in Nordrhein-Westfalen gab es vielerorts Gewitter mit teils unwetterartigen Regenfällen. Am heftigsten war rund um die Kleinstadt Kierspe im Sauerland gewesen, sagte Meteorologin Rebekka Krampitz. In der Nacht zum Samstag sei der Niederrhein besonders betroffen gewesen. Auch ein Stellwerk der Bahn zwischen Leverkusen und Solingen wurde am Samstag vom Blitz getroffen, wie ein Bahnsprecher bestätigte. Der Zugverkehr musste für mehrere Stunden umgeleitet werden – ebenso auf einer Strecke in der Nähe von Unna, wo umgestürzte Bäume Oberleitungen heruntergerissen hatten. Die Rede war von einer Windhose, die auch die Dächer dreier Bungalows abgedeckt haben soll.

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