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GEW: Selbstverwaltung sollte ausdrücklich ausgebaut werden

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Marburg (pm). Wer im November Nachfolger des Marburger Unipräsidenten Volker Nienhaus wird, wird es nicht wie dieser selbst in der Hand haben, ob er für eine zweite Amtszeit kandidiert.

Marburg (pm). Wer im November Nachfolger des Marburger Unipräsidenten Volker Nienhaus wird, wird es nicht wie dieser selbst in der Hand haben, ob er für eine zweite Amtszeit kandidiert. Dann entscheiden auch in Gießen und Marburg die Hochschulräte, über welche Bewerbungen der Senat abstimmen darf. So sehe es der Gesetzentwurf der Landesregierung vor, der zum ersten Mal im Landtag beraten wurde, so die GEW. An Universitäten, an denen die Hochschulräte wie beispielsweise in Frankfurt oder Darmstadt bereits solche Kompetenzen haben, sei es häufiger zu Auseinandersetzungen gekommen, weil Präsidenten nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen wurden oder weil dem Senat keine Wahlmöglichkeit gelassen wurde.

»Präsidium und Hochschulrat, die eigentlich als Leitungs- und Kontrollinstanz gedacht sind, bekommen mehr Macht und sollen sich künftig weitgehend gegenseitig einsetzen und kontrollieren«, so Andreas Staets vom Marburger GEW-Hochschulbüro. Statt Präsidium und Hochschulrat auf Kosten der akademischen Selbstverwaltung und der staatlichen Aufsicht zu stärken, sollten die wesentlichen innerhochschulischen Entscheidungen in Senate und Fachbereichsräte zurück. »Ohne eine starke Selbstverwaltung bleiben die Kompetenzen und Interessen der Beschäftigten und Studierenden außen vor«, so Staets.

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