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SPD fordert mehr echte Ganztagsschulen in Hessen

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Symbolfoto © dpa/Archiv/Illustration

Der «Pakt für den Nachmittag» an hessischen Schulen wird ausgebaut. Damit soll es künftig in mehr Städten und Kreisen diese Betreuungsangebote für Kinder geben. Für die SPD-Opposition ist der Pakt eine «Mogelpackung».

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag fordert mehr «echte» Ganztagsschulen im Land. «Das Betreuungsangebot «Pakt für den Nachmittag» ist eine Mogelpackung», sagte der schulpolitische Sprecher Christoph Degen der dpa in Wiesbaden. Zur vollwertigen Ganztagsschule sieht er vor allem qualitative Unterschiede. Nach wie vor werde der Unterrichtsstoff geballt am Vormittag vermittelt, da sich die Zusammensetzung der Gruppen am Nachmittag ändere. Eine wirkliche Chancengleichheit bei der Bildung könne es jedoch nur in einer echten Ganztagsschule geben.

«Oft hängt es auch von der finanziellen Situation der Eltern ab, ob die Kinder am Pakt für den Nachmittag teilnehmen können», kritisierte Degen. Denn für viele Angebote müsse gezahlt werden. «Auch der ganztägige Besuch der Schule muss kostenfrei sein», forderte Degen. Im Haushalt ständen auf Initiative der SPD sechs Millionen Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen bereit. Nun liegt es nach den Worten von Degen auch an den Schulen, das Geld abzurufen.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) will am heute den aktuellen Planungsstand für den Ausbau beim «Pakt für den Nachmittag» erläutern. Nach bisherigen Informationen wollen rund ein Dutzend weiterer Schulträger diese verlässliche Betreuung der Kinder am Nachmittag anbieten. Seit Beginn des laufenden Schuljahrs wird an 58 Grundschulen in sechs Pilotregionen der Pakt erprobt. Vorgesehen ist, das Modell für den Nachmittag von den Grundschulen auch auf weiterführende Schulen auszudehnen.

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