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FDP- Frauen wollen mindestens drei Plätze in den Top Ten

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Wiesbaden (dpa/lhe). Die FDP gilt als die Partei der jungen männlichen Karrieristen – die Liberalen Frauen wollen das nicht mehr hinnehmen. Nur dann hat die Partei aus ihrer Sicht noch eine Überlebenschance.

Hessens Liberale Frauen machen Druck: Auf den Listen für Bundestags- und Landtagswahl im kommenden Jahr wollen sie jeweils mindestens drei Frauen auf den aussichtsreichen ersten zehn Plätzen sehen. »Die FDP braucht den Blick der Frauen«, sagte die Vorsitzende der Vereinigung, Dagmar Döring, der Nachrichtenagentur dpa. Auf der Landesmitgliederversammlung unter dem Motto »Die FDP muss weiblicher werden« will Döring am Samstag im mittelhessischen Lich eine breite Mehrheit für ihre Forderung sichern

»Die Liberalen haben das Image einer kalten Partei von Karrieristen, männlich und jung. Das ist einer der Gründe, wieso die FDP in den Umfragen so schlecht dasteht«, so Döring weiter. Die Partei werde nur dann auch für das weibliche Geschlecht wählbar, wenn es in den Reihen der FDP Vorbilder von gestandenen Frauen gebe, »die Beruf und Familie auf die Reihe gekriegt haben«.

FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn hat Anfang des Jahres bereits angekündigt, dass er mehr Frauen auf den ersten Listenplätzen sehen will. »Er muss jetzt Taten folgen lassen«, sagte Döring. Die FDP bestimmt am 8. Dezember auf einem Parteitag über ihre Liste für den Bundestag.

Döring, frühere Pressesprecherin der FDP-Fraktion im Landtag, steht seit Februar dieses Jahres an der Spitze der Liberalen Frauen. Ihre Vorgängerin Brigitte Pöpel hatte im Januar ihren Austritt aus der Partei erklärt, weil die Partei »frauen- und familienfeindlich« sei und von »jungen, männlichen Karrieristen« dominiert werde. Von den 6000 Mitgliedern des FDP-Landesverbands sind 23 Prozent Frauen.

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