»Dschungelbuch« feierte Premiere

Bad Vilbel (cf). Voller Begeisterung feierte das Publikum jetzt die Premiere des Musicals »Das Dschungelbuch« bei den Burgfestspielen. Mit anhaltendem Applaus, lautem Fußgetrampel und anerkennenden Pfiffen ließen die Zuschauer in der vollbesetzten Wasserburg das Ensemble, Regisseur Christian H. Voss und den musikalischen Leiter Stephan Ohm hochleben.

Zuvor hatten Kinder und Erwachsene voller Spannung das kurzweilige und amüsante Geschehen auf der Bühne verfolgt.

Zu sehen ist das bekannte Werk von Nobelpreisträger Rudyard Kipling als Musicalproduktion. Komponist Jan Radermacher, Choreografin Kati Farkas und Ausstatterin Heike Meixner hatten mit ihren Mitteln die Geräusche, Farben und Formen des indischen Dschungels auf die hessische Bühne geholt. Mit Leben erfüllt wurde die fantasievolle Kulisse von den temperamentvoll singenden und schauspielernden Darstellern.

Da tanzten Affen über die Bühne, Schakal Tabaqui (Magdalena Ganter) rutschte das Geländer vom Palas zur Bühne herunter, das Wolfsrudel heulte furchterregend, und Geier Chil (Andreas Röder) konnten alle beim Denken zusehen. Voller Begeisterung erzählt wurde die spannende Geschichte des Findelkindes Mowgli (Krisha Dalke). Gegen den Willen einiger Rudelmitglieder ziehen Vater Wolf Rama (Jannik Harneit) und Mutter Wolf Raksha (Paulina Plucinski) es im Dschungel groß, bis Gefahr droht. Dann muss Mowgli Abschied nehmen, und der tollpatschige Bär Baloo (Nikolai Radke) und der strenge, schwarze Panther Bagheera (Raphael Koeb) übernehmen die Fürsorge. Als gute Freunde retten sie das Menschenkind regelmäßig aus brenzligen Situationen und stehen ihm immer mit Rat und Tat zur Seite.

Zwar ist das Duo dabei nicht immer einer Meinung, doch das ungleiche Paar ist immer für Mowgli da. »Wir werden Mowgli schützen, denn dazu sind Freunde schließlich da!«, singen sie.

Dass dies nicht nur leere Worte sind, beweisen sie, als sie ihrem Freund in der Affenstadt zu Hilfe eilen. Affenkönig Lui (Daniel Schröder) und Affenkönigin Ellie (Victoria Müller) sind stolz auf ihre Affenstadt, ein Felsenberg an den Burgmauern. Sie wollen Mowgli, der sich zunächst wohl fühlt, bei sich behalten. Doch das Blatt wendet sich, als sie von ihm wissen wollen, wie man Feuer macht. »Ich kann kein Feuer machen, ich bin im Urwald aufgewachsen«, sagt Mowgli. Doch die Affen glauben ihm nicht und attackieren den Jungen.

Als es brenzlig wird, eilen ihm seine Freunde Baloo und Bagheera zu Hilfe. Der eine herrlich zögerlich tapsig, der andere geschmeidig und entschlossen. Doch auch Bär und Panther werden von der aufgebrachten Affenschar angegriffen. Erst die listige, divenhafte Schlange Kaa (Sonja Herrmann), die mit ihrem meterlangen Schwanz hinter einem Stein des Felsenhügels hervorkriecht, kann alle Dank ihrer Hypnosekünste aus der brenzligen Situation retten.

Sie ist begeistert von den guten Manieren des Menschenkinds.

Alles wäre gut, gebe es nicht Mowglis Erzfeind, den finsteren Tiger Shere Khan (Angelina Arnold). Gemeinsam mit dem hinterhältigen Schakal Tabaqui schmiedet er ein Komplott. Doch am Ende wendet sich alles zum Guten.

Die Zuschauer waren restlos begeistert. Sie spendeten reichlich Zwischenapplaus, honorierten so Tänze, Szenen und Lieder, lachten über Gestik und Mimik, bewunderten die fantasievollen Kostüme und wiegten sich im Takt der mitreißenden Musik.

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