1. Wetterauer Zeitung
  2. Hessen

Drei Jahre Haft für »Einsatz« mit Maschinenpistole

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gladenbach/Marburg (dpa). Weil er mit einer Maschinenpistole einen Mann bedroht hat, ist ein 53-Jähriger vom Amtsgericht Marburg zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Gladenbach/Marburg (dpa). Weil er mit einer Maschinenpistole einen Mann bedroht hat, ist ein 53-Jähriger vom Amtsgericht Marburg zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte im Tarnanzug sein Opfer, das Jahre zuvor bei einer Zwangsversteigerung das Haus des Angeklagten gekauft hatte, abgepasst. Mit der mit Schalldämpfer und Laserzieleinrichtung ausgerüsteten Maschinenpistole in den Händen sagte der 53-Jährige »Heute ist Zahltag« und zwang sein Opfer in Gladenbach im Januar dieses Jahres auf eine nahe Wiese.

Dabei gab der 53-Jährige, der auch noch eine halbautomatische Selbstladepistole und 197 Patronen bei sich hatte, einen Schuss in die Luft ab. Dem Bedrohten gelang jedoch durch einen Sprung über die Hecke die Flucht, als der Täter durch ein von einem Bewegungsmelder ausgelöstes Licht abgelenkt war. Der fliehende 49-Jährige verletzte sich.

Das Urteil des Amtsgerichts erging nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch wegen unerlaubter Ausübung von Gewalt einer vollautomatischen Maschinenpistole, wegen unerlaubten Besitzes einer halbautomatischen Kurzwaffe und Munition sowie wegen versuchter Nötigung, Bedrohung und fahrlässiger Körperverletzung. Der Angeklagte, der bereits wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbelastet war, hatte die Tat gestanden. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Tat hatte in und um Gladenbach einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der 53-Jährige war nach der Tat weggelaufen und erst rund sieben Stunden später am Ortsrand gefunden und überwältigt worden. Die Beamten hatten seine Waffen sichergestellt. An der Fahndung waren rund 100 Beamte - darunter 40 Spezialeinsatzkräfte aus Frankfurt - beteiligt. Auch zwei Polizeihubschrauber waren im Einsatz.

Auch interessant

Kommentare