Eine Filiale von Aldi Süd.
+
Ab morgen gibt es bei Aldi die ersten Corona-Tests zur Eigenanwendung zu kaufen. (Symbolbild)

Corona-Schnelltests für Privathaushalte

Corona-Schnelltests: Alles Informationen zum Verkaufsstart bei Aldi & Co. ab Samstag

  • vonLena Karber
    schließen

Ab morgen gibt es bei Aldi die ersten Corona-Tests zur Eigenanwendung zu kaufen. Hier finden Sie alle Informationen zum Verkaufsstart, den Preisen und den Händlern von Schnelltests.

  • Das BfArM hat weiteren Corona-Schnelltests für Laien eine Sonderzulassung erteilt.
  • Noch vor den ersten Drogeriemärkten will Aldi nun schon ab Samstag (06.03.2021) Tests verkaufen.
  • Doch welche Selbsttests sind bislang zugelassen? Und was sollen die Tests kosten?

Update, 05.03.2021, 17.37 Uhr: Morgen geht es los: Erstmals werden im deutschen Einzelhandel vor Ort im Geschäft Schnelltests zur Eigenanwendung verkauft. Den Anfang machen Aldi Süd und Aldi Nord, die angekündigt haben, in ihren Filialen ab dem morgigen Samstag (06.03.2021) Antigen-Selbsttests als Aktionsware anzubieten. Da mit einer hohen Nachfrage zu rechnen ist, begrenzt Aldi die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde, erklärt jedoch trotzdem bereits im Vorfeld: „Sollten die Selbsttests aufgrund der hohen Nachfrage möglicherweise schon am ersten Aktionstag vergriffen sein, bitten wir unsere Kundinnen und Kunden um Verständnis.“

Doch welche Selbsttests verkauft Aldi überhaupt? Folgende Informationen zu den Corona-Selbsttests zur Eigenanwendung hat das Unternehmen veröffentlicht:

  • Aldi verkauft den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Eigenanwendung zugelassenen AESKU.RAPID SARS CoV-2 Selbsttest.
  • Dabei handelt es sich um einen Antigen-Selbsttest zum direkten Nachweis des SARS-CoV-2 NP Antigens.
  • Die Sensitivität des Tests, die angibt, bei welchem Prozentsatz erkrankter Patienten die Infektion tatsächlich erkannt wird, liegt bei 96 Prozent.
  • Die Spezifität, die angibt, zu welchem Prozentsatz eine gesunde Person auch ein negatives Testergebnis erhält, liegt bei 98 Prozent.
  • Die Dauer, bis das Testergebnis vorliegt, beträgt 15 Minuten.
  • Es handelt sich um einen in Deutschland produzierten Selbsttest (Made in Germany).
  • In einer Packung befinden sich fünf Selbsttests mit den dazugehörigen Verbrauchsmaterialien.
  • Der Preis für eine Packung beträgt 24,99 Euro.
  • Die Abgabemenge ist auf eine Packung pro Kunde begrenzt.
  • Die Selbsttests sollen sowohl in Filialen von Aldi Süd als auch in den Filialen von Aldi Nord an der Kasse erhältlich sein.

Ab kommender Woche sollen Corona-Tests zur Eigenanwendung dann auch in anderen Geschäften erhältlich sein: Neben der Drogeriemarkt-Kette dm, die voraussichtlich ab Dienstag (09.03.2021) mit dem Verkauf starten will, haben diverse Drogerien und Supermärkte angekündigt, Selbsttests in ihr Sortiment aufzunehmen. Manche der zugelassenen Tests werden von den Herstellern jedoch auch vorerst nur an Apotheken & Co. ausgeliefert.

Folgende Tests führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bisher in seiner Liste der bereits zugelassenen Corona-Schnelltests für den Privatgebrauch:

HerstellerAntragstellerTestname
Healgen Scientific LLCSiemens Healthcare Diagnostics Products GmbHCLINITEST Rapid COVID-19 Self-Test
Xiamen Boson Biotech Co., LtdTechnomed Service GmbHRapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card
Hangzhou Laihe Biotech Ltd., Co.Lissner Qi GmbHLYHER® Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)
SD BIOSENSOR, INC.MT Promedt Consulting GmbHSARS-CoV-2 Rapid Antigen Test
AMEDA Labordiagnostik GmbHAMEDA Labordiagnostik GmbHAMP Rapid Test SARS-CoV-2 Ag
Beijing Hotgen Biotech Co., LtdBeijing Hotgen Biotech Co., LtdCoronavirus (2019-nCoV)-Antigentest
Aesku.Diagnostics GmbH & Co. KGAesku.Diagnostics GmbH & Co. KGAESKU.RAPID SARS-CoV-2

Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung: Verkauf von Selbsttests bei Aldi schon ab Samstag

Update, 04.03.2021, 09.58 Uhr: Nun startet der Verkauf von Antigen-Selbsttests wohl doch noch in dieser Woche: Bereits ab Samstag (06.03.2021) sollen die ersten Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung im Einzelhandel erhältlich sein – und zwar bei Aldi. Laut Medienberichten hat das Unternehmen angekündigt, dass sowohl in den Filialen von Aldi Süd als auch in den Filialen von Aldi Nord ab Samstag Selbsttests als Aktionsware erhältlich sein sollen. Damit startet das Unternehmen noch früher mit dem Verkauf von Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung als die Drogeriemarktkette dm, die vor einigen Tagen einen Verkauf ab kommenden Dienstag (09.03.2021) angekündigt hatte.

Bei den Selbsttests, die Aldi verkaufen wird, handelt es sich wohl um die „Aesku.Rapid Sars-CoV-2 Rapid-Tests“ der Aesku.Diagnostics GmbH & Co. KG, die nun auch eine Sonderzulassung für die Nutzung durch Laien erhalten haben. Auch der Preis ist bereits bekannt: Sie sollen bei Aldi in einer Fünferpackung für 24,99 Euro verkauft werden. Um das „Hamstern“ von Tests zu verhindern, wird die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde beschränkt. Die Tests basieren auf einem Nasen-Abstrich, der innerhalb von 15 Minuten zu einem Ergebnis führt.

Verkaufsstart für Schnelltests noch in dieser Woche: Das soll der Selbsttest bei Aldi kosten

Der Aesku.Rapid Sars-CoV-2 Rapid-Test ist der siebte Schnelltest, den das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf seiner Website in der Übersicht der zugelassenen Selbsttests auflistet. Wo die Tests verkauft werden sollen, unterscheidet sich je nach Hersteller. Manche Produkte sollen vorerst nur in Apotheken verkauft werden, andere auch in Supermärkten und Drogerien. So soll der Test der Technomed Service GmbH am kommenden Dienstag (09.03.2021) in den dm-Filialen verkauft werden und auch Rossmann will ab der kommenden Woche Antigen-Tests zur Eigenanwendung anbieten. In zahlreichen Online-Shops kann man Selbsttests bereits kaufen. Was die Tests bei dm und kosten werden, ist noch nicht bekannt.

Corona-Selbsttests zur Eigenanwendung: Erste Angaben zu Verkaufsstellen und Preisen

Update, 03.03.2021, 14.18 Uhr: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat weitere Corona-Schnelltests für den Gebrauch durch Privatpersonen zugelassen. Neben den drei Selbsttests zur Eigenanwendung, die bereits in der vergangenen Woche eine Sonderzulassung erhalten hatten (siehe unten), führt das BfArM auf seiner Website nun drei weitere Produkte auf.

Die zugelassenen Selbsttests sind bereits in einigen Online-Shops verfügbar und sollen von Privatkunden bald auch in Drogerien, Supermärkten und Co. gekauft werden können. Die Drogeriemarktkette dm hat bereits am Montag (01.03.2021) angekündigt, voraussichtlich ab Dienstag kommender Woche (09.03.2021) mit dem Verkauf von Selbsttests der Fima Technomed in ihren Filialen zu starten;  den selben Termin peilt offenbar auch das Unternehmen Rossmann an. Beide Ketten wollen die Abgabemenge pro Kunden begrenzen bis weitere Zulassungen erteilt wurden und mehr Tests zur Verfügung stehen.

Selbsttests in Supermärkten, Drogerien & Co.: Was sollen die Corona-Schnelltests kosten?

Doch nicht alle zugelassenen Corona-Tests zur Eigenanwendung werden bald in den Drogeriemärkten sowie bei Aldi, Edeka und Co. erhältlich sein. Während Technomed von Anfang an sowohl Apotheken als auch Drogeriemärkte und Supermärkte beliefern will, soll etwa der Lyher® Covid-19 Antigen Schnelltest laut einem Bericht der „Pharmazeutischen Zeitung“ zunächst nur an den pharmazeutischen Großhandel und an die Apotheken ausgeliefert werden.

Doch was sollen die Selbsttests kosten? Zu den Preisen für die Schnelltests zur Eigenanwendung gibt es bislang noch keine klaren Angaben, wohl aber erste Hinweise. So berichten verschiedene Medien, dass die Preise zwischen fünf und zehn Euro liegen werden. So soll der Einkaufspreis des CLINITEST Rapid COVID-19 Self-Tests wohl im mittleren einstelligen Eurobereich liegen. Weitere Informationen zu den Kosten für die Selbsttests könnten nach der Bund-Länder-Konferenz am heutigen Mittwoch (03.02.2021) veröffentlicht werden. Denn bei dem Gipfeltreffen wird auch die Schnelltest-Strategie Deutschlands in den kommenden Wochen eine Rolle spielen.

Corona-Schnelltests für Laien: Erste Drogerie-Kette kündigt Verkaufsstart für Selbsttests an

Update, 01.03.2021, 16.57 Uhr: Nachdem vergangene Woche die ersten drei Corona-Selbsttests eine Sonderzulassung erhalten hatten, hat die Drogeriemarkt-Kette dm am heutigen Montag (01.03.2021) bekannt gegeben, dass in ihren Filialen voraussichtlich ab Dienstag kommender Woche (09.03.2021) Schnelltests zur Eigenanwendung erhältlich sein sollen. Der Preis ist noch nicht bekannt. „Schulen und Kitas sollen wieder regelmäßig besucht werden können, deshalb werden wir die Tests auch so günstig wie möglich anbieten“, zitiert das Unternehmen Geschäftsführer Sebastian Bayer. „Uns bei dm ist es wichtig, dass sich das Leben so rasch und so weit wie möglich wieder normalisiert. Mit den bei dm erhältlichen Schnelltests tragen wir einen wichtigen Teil dazu bei.“ Bisher sind die Corona-Schnelltests nur in verschiedenen Online-Shops erhältlich.

Voraussichtlich sollen in dieser Woche weitere Corona-Selbsttests zugelassen werden. Doch bislang hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seine Liste der bereits zugelassenen Corona-Schnelltests für den Privatgebrauch noch nicht aktualisiert. Die zugelassenen Corona-Selbsttests in der Übersicht:

  • Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test von Healgen Scientific LLC
  • Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card von Xiamen Boson Biotech 
  • Lyher Covid-19 Antigen-Schnelltest (Nasal)von Hangzhou Laihe Biotech

Die Marburger NanoRepro AG wartet weiterhin auf eine Sonderzulassung. „Bei den Spucktests für die Abgabe an Privatpersonen und die Anwendung zuhause läuft weiter das Zulassungsverfahren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Allerdings gab es für die NanoReproAG auch gute Nachrichten: Zum einen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Großauftrag eines namhaften Partners aus Deutschland über die Lieferung von Corona-Antigen-Schnelltests aus dem vorderen Nasen-Abstrich mit einem Kontraktvolumen von etwa 30 Millionen Euro erhalten, das zu weiteren Bestellungen mit einem zusätzlichen Auftragsvolumen von über 100 Millionen Euro führen könnte. Zum anderen wurden zwei Covid-19-Antigen-Schnelltests aus dem Portfolio des Marburger Unternehmens erfolgreich durch das Ehrlich-Institut („PEI“) getestet.

Corona-Selbsttests für Zuhause: Gesundheitsminister Jens Spahn stellt weitere Zulassungen in Aussicht

Update, 24.02.2021, 14.46 Uhr: Eigentlich hatte Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass sich alle Bürger ab kommenden Montag (01.03.2021) kostenlos und ohne besonderen Anlass per Antigen-Schnelltests auf Corona testen lassen können. Doch Anfang der Woche wurde dann bekannt: Der Zeitplan verzögert sich und kostenlose Schnelltests werden nicht so schnell wie zunächst geplant zur Verfügung stehen. Nachdem es zuvor bereits viel Kritik für den holprigen Start der Impfungen und die Impfterminterminvergabe gegeben hatte, steht Spahn dadurch zunehmend unter Druck.

Ab wann sich alle Bürger kostenlos und ohne konkreten Anlass durch medizinisches Personal – etwa in Arztpraxen oder Testzentren – per Schnelltest auf Corona testen können, ist noch unklar. Trotzdem gab es am heutigen Mittwoch (24.02.2021) einige neue Informationen: Zum einen wurde am Morgen bekannt, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die ersten Schnelltests für zu Hause zugelassen hat, die durch Laien vorgenommen werden können.

Corona-Schnelltests bald im freien Handel?

Zum anderen hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn am Morgen im Bundestag den Fragen der Abgeordneten gestellt. Auch dabei ging es mehrfach um Schnelltests, die nach Angaben des Gesundheitsministers bald im Handel zur Verfügung stehen sollen — unter anderem in Drogeriemärkten. Allerdings, betonte Spahn, seien die am heutigen Mittwoch zugelassenen Selbsttests nun nicht sofort überall verfügbar.

Trotzdem gab sich Jens Spahn zuversichtlich und stellte weitere Zulassungen in Aussicht. Was die Schnelltests für den Privatgebrauch kosten werden und ob der Staat diese bezuschussen oder gar die Kosten übernehmen werde, konnte der Gesundheitsminister noch nicht sagen. Als sinnvollen Verwendungszweck nannte er perspektivisch Sicherheits-Tests vor bestimmten Situationen: etwa dem Theaterbesuch.

Auf die Frage, inwiefern sich die Ergebnisse der Schnelltests auf die Berechnung der Inzidenzen auswirken werden, betonte Gesundheitsminister Jens Spahn, dass er es befürworte, dort weiterhin auf im Labor ausgewertete Tests zu setzen. So könne man durch PCR-Folgetests im Anschluss an einen positives Ergebnis beim Corona-Schnelltest falsch positive Testergebnisse ausschließen.

Erste Corona-Selbsttests zugelassen: Auch Produkt aus Marburg erhält Zulassung

Update, 24.02.2021, 09.11 Uhr: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Es handelt sich bei den nun zugelassenen um folgende Corona-Selbsttests:

HerstellerAntragstellerTestname
Healgen Scientific LLCSiemens Healthcare Diagnostics Products GmbHCLINITEST Rapid COVID-19 Self-Test
Xiamen Boson Biotech Co., LtdTechnomed Service GmbHRapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card
Hangzhou Laihe Biotech Ltd., Co.Lissner Qi GmbHLYHER® Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)

Mit Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH ist auch ein Antragsteller dabei, der einen Sitz in Mittelhessen - genauer: in Marburg - hat. Verfügbar sind die Produkte (Stand: 01.03.2021) inzwischen in diversen Online-Shops. Auch verschiedene Discounter, Apotheken und Drogerien haben den Verkauf nun bestätigt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Sonderzulassung der Corona-Schnelltests für Zuhause im ZDF-Morgenmagazin angekündigt. Die Produkte seien künftig in Geschäften erhältlich. Kommende Woche würden weitere Selbst-Tests für Laien genehmigt.

Schnelltests für Zuhause: Werden Corona-Tests aus Marburg bald für den Privatgebrauch zugelassen?

Erstmeldung, 18.02.2021, 16.08 Uhr: Corona-Schnelltests für zu Hause? Das war in Deutschland lange Zeit nicht möglich. Die Durchführung solcher Tests war medizinisch geschultem Personal vorbehalten. Ein Grund dafür: die Abstriche sollten in der Regel sehr tief im Rachen oder in der Nasen genommen werden und man fürchtete, dass Fehler im Umgang mit den Tests vielfach zu falschen Ergebnissen führen würden. Doch nun gibt es Hinweise darauf, dass Abstriche im vorderen Nasen- und Rachenbereich ebenfalls zu recht zuverlässigen Ergebnissen führen können. Auch der Schnelltest einer Marburger Firma schneidet offenbar gut ab.

Corona-Schnelltests für zu Hause: Marburger Unternehmen könnte bald Zulassung erhalten

Dass Corona-Schnelltests abzunehmen nur medizinischem Personal vorbehalten sind, ist seit kurzem Geschichte: Anfang des Monats hat die Bundesregierung die Gesetzesgrundlage für den Verkauf von Schnelltests an Privatpersonen geschaffen. Doch was in anderen Ländern zum Teil schon längst Gang und Gäbe ist, ist in Deutschland bislang nur in der Theorie möglich, denn es wurde noch kein einziger Schnelltest für den Verkauf an Laien zugelassen.

Das soll sich jedoch bald ändern. Um den im Normalfall sehr langwierigen Prozess der Zulassung zu verkürzen, will das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schon bald ersten Corona-Heimtests eine Sonderzulassung erteilen. Davon könnte nun ein Marburger Unternehmen profitieren.

Corona-Schnelltests für Laien: Marburger Unternehmen mit „hervorragenden Testergebnissen“

Die NanoRepro AG aus Marburg hat einen Schnelltest entwickelt, der bislang gemäß der Vorgaben von medizinischem Fachpersonal durchgeführt wurde, nun aber auch gute Chancen auf eine Zulassung als Schnelltest für zu Hause haben könnte. Denn nach Angaben des Unternehmens belegen neuere Studien, dass der Schnelltest auch bei Abstrichen im vorderen Nasenbereich „hervorragende Testergebnisse“ liefere. Das wäre im Hinblick auf die Nutzung durch Privatpersonen ein entscheidender Vorteil.

Das Marburger Unternehmen gibt an, dass die Sensitivität des Corona-Schnelltests bei Abstrichen im vorderen Nasenbereich bei 97 Prozent liege, die Spezifität bei 99 Prozent. Die Sensitivität gibt an, bei welchem Prozentsatz erkrankter Patienten die Infektion tatsächlich erkannt wird. Die Spezifität hingegen gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine gesunde Person auch ein negatives Testergebnis erhält.

Verkauf von Antigen-Schnelltests an Privatpersonen: Marburger Unternehmen hofft auf baldige Zulassung

Die NanoRepro AG aus Marburg hofft nun, dass die Zulassung von Antigen-Schnelltests für die Abgabe und Anwendung durch Privatpersonen bald erfolgt. „In Hinblick auf Zulassung der Antigen-Schnelltests für die Abgabe und Anwendung zuhause durch Privatpersonen liegen noch keine neuen Informationen vor. Da jetzt aber seitens der Politik das Thema der Corona-Antigen-Schnelltests für zuhause forciert wird, rechnen wir schon in Kürze, im Februar oder März, mit der Zulassung solcher Tests.“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Dem BfArM lagen nach eigenen Angaben bis Ende vergangener Woche bereits 30 Anträge auf die Zulassung von Schnelltests für den Privatgebrauch von Herstellern vor, darunter die aus Marburg. Die Universitätsstadt ist eines der wichtigsten Forschungscluster im Kampf gegen das Coronavirus. Jüngst deckten die Wissenschaftler beispielsweise folgenschwere Unterschiede zwischen den Coronaviren auf, andere entwickelten ein vielversprechendes Antikörper-Medikament gegen Covid-19. Und nicht zuletzt lässt die Firma Biontech in Marburg ihren Impfstoff produzieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare