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Corona in Hessen: Mehr als zehn Millionen Impfungen gegen Covid-19

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Von: Lucas Maier

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 In der Latin Diskothek «Latin Palace Changó» im Bahnhofsviertel, wird im Rahmen einer Sonderimpfaktion der Stadt Frankfurt auch über Weihnachten geimpft.
In der Latin Diskothek «Latin Palace Changó» im Bahnhofsviertel, wird im Rahmen einer Sonderimpfaktion der Stadt Frankfurt auch über Weihnachten geimpft. © Andreas Arnold/dpa

Ein Jahr liegt die erste Impfung gegen das Coronavirus in Hessen zurück. So sieht die erste Bilanz der Impfkampagne in der Mitte von Deutschland aus.

Frankfurt – Hoffnung, Zuversicht und wieder ein Stück Sicherheit: Der Beginn der Impfungen gegen das Corona-Virus* war für viele ein Licht am Ende des Pandemietunnels. Doch die Impfkampagne war auch geprägt von Fortschritten und Rückschlägen. Wie ist die Lage in Hessen*?

Ein Jahr nach Beginn der Impfkampagne sind in Hessen 10,63 Millionen Spritzen gegen das Coronavirus verabreicht worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Laut Robert Koch-Institut lag die offizielle Impfquote am 23. Dezember bei 69,4 Prozent. Damit liegt Hessen im Vergleich der Bundesländer im Mittelfeld. Die erste Spritze war am 27. Dezember 2020 am Frankfurter Universitätsklinikum gesetzt worden.

Corona-Pandemie: Die Impfungen in Hessen - ein Rückblick

Von Impfstoffknappheit, über die Priorisierung bis hin zur Boosterimpfung: In einem Jahr erlebte die Impfkampagne Höhen und Tiefen, nicht nur in Hessen. Als die Impfungen begannen, ging es nur langsam voran. Aufgrund fehlenden Impfstoffes waren nach über einem Monat, im Januar 2021, erst 180.000 Impfungen verabreicht worden.

Einfach, zweifach oder Booster?

Bei den Vakzinen von Biontech und Moderna werden zwei Impfdosen für den vollständigen Schutz benötigt. Bei dem Impfstoff von Johnson und Johnson reicht bereits ein Piecks, um diesen zu erhalten. Nach spätestens sechs Monaten wird dann aber eine dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung, notwendig um den Schutz aufrechtzuerhalten. Wer mit Johnson und Johnson geimpft wurde, sollte sich die Booster-Impfung bereits nach vier Wochen spritzen lassen. (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Im März war der Lieferengpass größtenteils überwunden. Zwei Monate später, im Juni 2021, fiel dann die Priorisierung weg. Aufgrund des wenigen Impfstoffes gegen das Coronavirus war dieser bis dahin nur Risikogruppen und bestimmten Berufen vorbehalten.

Impfungen gegen Corona: Im Sommer erreichte Hessen den Höhepunkt

Die Zahl der Impfungen stieg dann bis Juli schnell an, aber etwa mit Beginn der Sommerferien war ein Plateau erreicht. Ende September wurden dann die meisten der im Januar und Februar geöffneten Impfzentren in Hessen wieder geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war in Hessen immer noch über ein Viertel der Bevölkerung ungeimpft, so die dpa. Im Herbst schlugen die Krankenhäuser erneut Alarm, die Inzidenzen stiegen wieder und es wurde klar, dass eine Booster-Impfung nötig ist, um den Schutz vor dem Coronavirus aufrechtzuerhalten.

Ab diesem Zeitpunkt stieg auch die Impfbereitschaft in Hessen wieder an. Manchen Orts wird sogar über die Weihnachtstage 2021 gegen Corona geimpft.* Zuletzt gab es jedoch auch Rückschläge bei der Impfkampagne. Der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte eine Limitierung für Biontech-Impfdosen eingeführt, wodurch einige Impfaktionen in Hessen* abgesagt werden mussten.

Corona-Impfungen in Hessen: Fast 70 Prozent der Bevölkerung sind geschützt

Am 14. Dezember verkündete Sozialminister Kai Klose (Grüne) die zehnmillionste Covid-Impfung in Hessen. Zuletzt waren in Hessen 4,6 Millionen Menschen einmal, 4,4 Millionen zweimal und 1,9 Millionen dreimal geimpft. Wie die Impfkampagne weiterlaufen wird bleibt abzuwarten.

(Lucas Maier mit dpa) *fnp.de ist Teil von IPPEN.MEDIA

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