In Hessen sollen die ersten Menschen den Corona-Impfstoff erhalten.
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In Hessen sollen die ersten Menschen den Corona-Impfstoff erhalten.

Eindämmung der Pandemie

Start der Corona-Impfungen in Hessen: Die wichtigsten Infos zum Ablauf

  • Marcel Richters
    VonMarcel Richters
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  • Joel Schmidt
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Der ersehnte Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde ausgeliefert und heute wird in Hessen mit den Corona-Impfungen begonnen. So sollen die Impfungen ablaufen.

  • Hessen steht ein wichtiger Schritt bei der Eindämmung der Corona*-Pandemie bevor.
  • Nach Zulassung des Corona-Impfstoffes sollen in Hessen bald die ersten Impfungen beginnen.
  • Im gesamten Bundesland wurden 28 Zentren errichtet, in denen der Corona-Impfstoff verabreicht werden kann.

+++ Ticker aktualisieren +++

+++ 14.49 Uhr: Die Pressekonferenz mit Sozialminister Klose und Innenminister Beuth ist beendet. Am kommenden Sonntag (27.12.2020) soll mit den Corona-Impfungen in Hessen begonnen werden. Die Ergebnisse im Überblick.

  • Als Erstes werden Menschen in Pflegeheimen und Angehörige der Gesundheitsberufe geimpft.
  • Ab Anfang Januar soll es möglich sein, sich für eine Corona-Impfung anzumelden, das geht telefonisch und im Internet.
  • In einer zweiten Phase sollen – wahrscheinlich ab Ende Januar – Menschen in der zweiten Gruppe geimpft werden. Darin sind unter anderem über 70-Jährige und Menschen mit risikohaften Vorerkrankungen.
  • Wann „normale Bürger“ gegen das Coronavirus geimpft werden können, ist noch unklar. Das hänge von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, erklärten die Minister.
  • Sobald genügend Impfdosen verfügbar sind, könnten alle Hessen binnen 250 Tagen geimpft sein, erklärte Innenminister Beuth. Das Ende der Impfkampagne ist folglich nicht vor dem Herbst zu erwarten.

+++ 14.36 Uhr: Laut Virologen müssen rund 70 Prozent der Menschen geimpft sein, um eine „Herdenimmunität“ zu erreichen. Das wären in Hessen rund 3 Millionen Menschen. Laut Innenminister Beuth soll dieser Wert bei vollständig ausgeschöpften Kapazitäten binnen 250 Tagen erreicht werden.

+++ 14.31 Uhr: Die „zweite Phase“ mit Impfungen in sechs regionalen Impfzentren in Hessen könnte laut Beuth Ende Januar beginnen. Die Öffnung aller Impfzentren könnte demnach „wenige Wochen später“ beginnen.

Derzeit sollen rund 7.000 Impfdosen pro Tag nach Hessen kommen. Wann die Lieferungen größer werden, konnte Beuth noch nicht sagen.

In Ländern wie Israel hat die Impfung gegen das Coronavirus bereits begonnen.

Corona-Impfung in Hessen: Sozialminsiter Klose ist von Sicherheit des Impfstoffes überzeugt

+++ 14.26 Uhr: Es spricht Sozialminister Kai Klose (Grüne). „Ich will sagen, Impfstoffe gehören zu den am stärksten geprüften Arzneimitteln, die wir überhaupt zur Verfügung haben“, sagt Klose. Eine möglichst breite Verteilung des Impfstoffes sei besonders wichtig. „Irgendwann werden wir alle immun sein. Entweder, weil wir mit Covid-19 infiziert waren oder weil wir geimpft sind.“ Alle Qualitätsanforderungen, die es in einem „normalen“ Zulassungsverfahren gebe, seien erfüllt worden, versichert Klose.

Das Schutzkonzept für Alten- und Pflegeeinrichtungen soll weiterentwickelt werden. Nicht nur verpflichtende Testungen in Heimen, sondern auch bessere Unterstützungen durch das Land Hessen sagte Klose zu. Dafür seien rund 500.000 Antigen-Schnelltests pro Woche verfügbar.

Anmeldung für Corona-Impfung in Hessen ab Anfang Januar

+++ 14.22 Uhr: Eine Anmeldung für Impfungen soll ab Anfang Januar möglich sein. „Es wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis sich die Abläufe eingespielt haben“, betonte Beuth. Man sei aber überzeugt, bestmöglich vorbereitet zu sein.

„Haben Sie Vertrauen in die gewissenhafte Prüfung des Impfstoffs. Seien Sie versichert, dass Sie an die Reihe kommen“, sagte Beuth. Fragen zum Impfstoff könnten Hausärzte beantworten. „Die Impfung von Millionen Hessinnen und Hessen ist angesichts der verfügbaren Dosen kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Unser Ziel ist es, das Coronavirus dauerhaft in Hessen zu stoppen und die Pandemie zu beenden“, schließt Beuth seine Ausführungen.

Zweite Phase der Corona-Impfungen in Hessen wohl ab Ende Januar

+++ 14.20 Uhr: In einer zweiten Phase sollen sechs Impfzentren in Hessen in Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Fulda, Wiesbaden und Gießen in Betrieb genommen werden. Dann sollen Angehörige der entsprechenden Gruppen Termine per Telefon und Internet erhalten können. Noch sei man aber nicht bereit, in den Impfzentren groß angelegt impfen zu können.

Langfristig sind rund 30.000 Corona-Impfungen in Hessen pro Tag geplant. Erst wenn dafür ausreichenden Mittel vorhanden sind, könne diese Phase starten, erklärt Beuth.

„Es sind weitere Impfstoffe von anderen Herstellern im Zulauf“, sagt Beuth. Damit soll die dritte Phase mit rund 30.000 Impfungen in den 28 Impfzentren in Hessen pro Tag möglichst schnell erreicht werden.

Kapazitäten für Corona-Impfungen in Hessen noch nicht voll ausgeschöpft

+++ 14.17 Uhr: Die Zahl der gelieferten Dosen sei noch weit unter den möglichen Kapazitäten, so Beuth. Es sei aber wichtig, einen nachvollziehbaren Schlüssel zu haben und diesen auch einzuhalten.

Insgesamt gehören zur ersten Gruppe der Personen, die die Corona-Impfung in Hessen erhalten, mehr als 500.000 Menschen, vornehmlich Menschen im Alter über 80, Menschen in Pflegeheimen und in Gesundheitsberufen.

Neben den Impfzentren werden auch mobile Impf-Teams eingesetzt, welche in Heimen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen sollen.

Beginn der Corona-Impfungen in Hessen am Sonntag

+++ 14.11 Uhr: Die Corona-Impfungen sollen in Hessen bereits am kommenden Sonntag (27.12.2020) beginnen. Geliefert werden die Dosen am kommenden Samstag. Dabei soll der vom Bund festgelegten Reihenfolge gefolgt werden, erklärt Beuth.

„Die ersten Impfstoffe werden denen zur Verfügung gestellt, die sie am dringendsten benötigen“, sagte Beuth. In den sieben hessischen Schwerpunktkliniken soll mit dem Impfungen begonnen werden.

Zuerst soll es pro Landkreis „wenige hundert“ Impfdosen geben, teils weniger. Beispielsweise sind für Frankfurt rund 300 Dosen vorgesehen, weitere 150 für die Schwerpunktklinik Universitätsklinikum. Der Odenwaldkreis bekommt weniger als 100 Dosen mit der ersten Lieferung.

Update vom 22.12.2020, 14.07 Uhr: Die Pressekonferenz mit Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) beginnt mit leichter Verstpätung. Beuth spricht als erstes.

Erstmeldung vom 22.12.2020, 13.42 Uhr: Wiesbaden – Nachdem die EU-Kommission am Montag (21.12.2020) dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die Marktzulassung erteilt hat, können auch in Hessen bald die ersten Impfungen starten. In einer Pressekonferenz am Dienstagmittag (22.12.2020) werden Innenminister Peter Beuth (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) weitere Details zur hessischen Impfstrategie bekannt geben. Darüber hinaus wird Sozialminister Klose über ein von der Landesregierung beschlossenes Konzept zum Schutz von Pflege- und Altenheimen in Hessen informieren.

Infektionsgeschehen in Hessen: Warten auf den Corona-Impfstoff

Die Zulassung des Corona-Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) macht zwar auch in Hessen den Weg für demnächst beginnende Impfungen gegen das Coronavirus frei. Am Montag (21.12.2020) war allerdings noch unklar, wie viele Dosen des Corona-Impfstoffes die hessische Landesregierung zu welchem Zeitpunkt für das Bundesland erwartet und wann tatsächlich mit einem Start der Impfungen in den verschiedenen Zentren gerechnet wird.

Das Corona-Impfzentrum in der Festhalle der Messe Frankfurt.

Schutz gegen Corona in Hessen: In 28 Zentren wird der Impfstoff verabreicht

Insgesamt wird es in Hessen 28 Zentren geben, in denen der Corona-Impfstoff kostenlos an die Bürgerinnen und Bürger verabreicht werden wird. Wie das Land Hessen mitteilt, wurden in den vergangenen Wochen in allen Kreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes entsprechende Impfzentren errichtet. Als Erstes sollen ältere Menschen und Angehörige des Gesundheits- und Pflegesektors den Corona-Impfstoff verabreicht bekommen.

Die 28 Impfzentren sollen nach Auskunft des Landes Hessen künftig an sieben Tagen in der Woche von sieben bis 22 Uhr betrieben werden und jeweils rund 1.000 Corona-Impfungen pro Tag ermöglichen. Solange der Impfstoff gegen das Coronavirus noch nicht verfügbar ist, werden die Zentren im Stand-by-Modus aufrechterhalten.

Corona-Impfstoff in Hessen: Verteilung nach Bevölkerungsanteil der Bundesländer

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte am Montag (21.12.2020), dass Deutschland zunächst Impfdosen für insgesamt 1,3 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus zur Verfügung haben werde. Diese sollten nach Angaben des Ministers dem Bevölkerungsanteil der 16 Bundesländer entsprechend verteilt werden. Der Hessischen Rundfunk (hr) berichtet, dass das Land Hessen somit mehr Dosen des Corona-Impfstoffes als zunächst erwartet zugeteilt bekommen könnte. Berechnungen des „hr“ zufolge könnte Hessen nun bis Ende des Jahres mit etwa 100.000 Einheiten rechnen.

Lieferung des Corona-Impfstoffes: Die Kosten übernimmt der Bund

Für die Kosten des Betriebs der Impfzentren im Bundesland hat das Land Hessen eigenen Angaben zufolge bereits 170 Millionen Euro für die ersten Monate zur Verfügung gestellt. Den 21 Landkreisen und fünf kreisfreien Städten in Hessen werden damit die Kosten für den Betrieb der Zentren und die Durchführung der Impfungen gegen das Coronavirus durch das Land erstattet. Wie das Land Hessen weiter mitteilt, werde die Lieferung der Corona-Impfstoffe an die Länder zudem durch den Bund gewährleistet und auch von diesem finanziert. (Joel Schmidt)

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