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Corona in Hessen: 2G im Einzelhandel – Diese Ausnahmen gibt es

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Von: Florian Dörr

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Eine Mitarbeiterin einer Filiale des Buchhändlers Thalia richtet kurz nach Öffnung des Geschäfts Schilder im Eingangsbereich aus.
Auch die Buchhandlung Wittwer in Stuttgart, die zu Thalia gehört, ist seit Monaten geschlossen. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Hessen verschärft erneut massiv die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. 2G im Einzelhandel soll - mit Ausnahmen - kommen. Die Auswirkungen für Ungeimpfte sind massiv.

Update, 01.12.2021, 14.52 Uhr: Nach der Ankündigung am Donnerstag (30.11.2021), dass Hessen die 2G-Regel auf weite Teile des Einzelhandels ausweiten will (siehe unten), hat das Land eine recht lange Liste mit Ausnahmen herausgegeben. Diese sind von der 2G-Regel, die ab Sonntag (05.12.2021) gelten soll, ausgenommen. Verwiesen wird hier auf die Grundversorgung. Genannt werden folgende Ausnahmen:

Zur Erinnerung: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt ab Sonntag die 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels in Hessen. Bedeutet: Ungeimpfte dürfen in Länden, für die keine Ausnahme vorliegt (siehe oben), nicht einkaufen.

Corona in Hessen: 2G im Einzelhandel in Hessen kommt - Massive Einschränkungen für Ungeimpfte

Erstmeldung, 30.11.2021, 18.29 Uhr: Die hessische Landesregierung verschärft die Corona-Regeln deutlich. Die neuen Maßnahmen sollen ab Sonntag (5.12.2021) gelten. Ministerpräsident Volker Bouffier erklärte am Dienstagnachmittag nach der Bund-Länder-Schalte: „Wir stehen vor einer sehr, sehr ernsten Situation.“

Als Konsequenz aus zuletzt massiv gestiegen Corona-Zahlen und medizinischem Personal an der Leistungsgrenze soll unter anderem das 2G-Modell in Hessen komplett auf den Einzelhandel ausgeweitet werden. Ausgenommen davon sei davon nur der Einkauf von Lebensmitteln für den täglichen Bedarf und der Besuch von Apotheken und Drogerien. Das bedeutet im Klartext: Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind, bleibt der Besuch in Läden und Geschäften - mit den genannten Ausnahmen - verwehrt.

Der Handelsverband Hessen hat bereits auf die Ankündigung der 2G-Regel im hessischen Einzelhandel reagiert und kritisiert die neuen Corona-Maßnahmen im Bundesland: „Der Handelsverband Hessen weist erneut darauf hin, dass der Handel in den vergangenen Monaten mit hoher Verlässlichkeit bewiesen habe, dass er verantwortungsvoll mit der Situation umgehe und kein Infektionstreiber sei - was durch mehrere anerkannten Studien bereits bestätigt wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Handelsverband Hessen vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 7200 Mitgliedsunternehmen mit 200.000 Beschäftigten in 17.000 Arbeitsstätten.

Nun würden die Unternehmen in Hessen „erneut den Preis für die Versäumnisse der letzten Monate zahlen“, in denen es nicht gelungen sei, genügend Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Zudem fehle gerade jetzt der nötige Impfstoff sowie die erforderliche Infrastruktur, um allen Impfwilligen eine Impfung zu ermöglichen.

2G im Einzelhandel soll nicht die einzige Regelverschärfung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Hessen bleiben. Auch Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie härtere Regeln für Veranstaltungen sind geplant.

Zudem will die hessische Landesregierung im Landtag beantragen, dass die Abgeordneten angesichts der Corona-Zahlen eine pandemische Lage beschließen. Volker Bouffier erklärte am Dienstag: „Einen solchen Beschluss brauchen wir, um gerüstet zu sein, falls sich die Situation noch weiter zuspitzt.“ Als dann möglicherweise folgende weitere Verschärfungen der Corona-Regeln nannte der hessische Ministerpräsident ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie die Schließung von Freizeit- und Kultureinrichtungen.
 

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