Corona Impfstoff Dosis
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Das fünffache der üblichen Dosis des Corona-Impfstoffs: So viel haben Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern erhalten.

Pandemie

Mehr Corona-Tote ohne Maßnahmen? – Pflegekräfte erhalten überhöhte Dosis

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist in Deutschland angekommen. In einem Pflegeheim gab es bereits eine Impf-Panne.

+++ 17.09 Uhr: In einem Pflegeheim in Stralsund ist Angestellten die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer verabreicht worden. Der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), erklärte sein Bedauern über den Vorfall. Vier der acht Betroffenen begaben sich zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Bei ihnen wurden grippeähnliche Symptome festgestellt.

Gemäß einer Mitteilung des Landkreises wurden bereits in Studien zum Corona-Impfstoff erhöhte Dosen verabreicht, ohne dass es zu schwerwiegenden Folgen gekommen sei. Das bestätigte auch eine Sprecherin von Biontech. Demnach seien Tests mit der bis zu dreifachen Dosis des Impfstoffs durchgeführt worden. Sie verwies zugleich darauf, dass Informationen zur Verabreichung auch auf den Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff vermerkt seien. Darauf stehe demnach: „Dies ist eine Mehrdosendurchstechflasche, deren Inhalt vor der Verwendung verdünnt werden muss.“

Weitaus mehr Corona-Tote ohne Maßnahmen: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

Update vom Montag, 28.12.2020, 13.00 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der mit oder am Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland heute ohne die seit März ergriffenen Maßnahmen um ein Vielfaches höher wäre.

Die Zahl lasse sich zwar schwer ermitteln, weil die Menschen sich aus Angst vor dem Virus stark zurückgezogen hätten, sagte Lauterbach. „Sicherlich wären aber bisher 250.000 Menschen in Deutschland gestorben und wir hätten noch immer keine vollständige Herdenimmunität“, fügte er hinzu.
 

Corona-Impfungen: Gesundheitsexperte fordert höhere Vakzin-Produktion

+++ 16.14 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine Erhöhung der Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. „Die Impfung läuft gut an. Das Problem aber ist, dass wir mit dem vorhandenen Impfstoff nur fünf Millionen Menschen bis Ende März impfen können“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Uns läuft aber die Zeit davon. Das Virus hat bereits Mutationen gebildet.“

Lauterbach verwies auf neuere Studien, wonach das Coronavirus diese Mutationen vielleicht in immungeschwächten Patienten bilden könnte - zum Beispiel bei Krebspatienten oder Autoimmun-Erkrankten. „Durch die Mutationen wird die Impfung zum Wettlauf mit dem Virus. Wir müssen also möglichst schnell impfen, bevor sich die Mutationen auch gegen die Impfung auswirken.“ Die Bundesregierung sollte deshalb unbedingt prüfen, ob die Produktionskapazität für den Impfstoff in Deutschland kurzfristig aufgebaut oder erhöht werden könne, verlangte er.

Corona-Impfungen haben begonnen - Gesundheitspolitiker warnen vor Nachlässigkeit

+++ 14.10 Uhr: Auch wenn nun die ersten Menschen in der EU gegen das Coronavirus geimpft wurden, dürfen Hygiene-Regeln wie das Abstandhalten, Lüften und Tragen einer Maske nicht vernachlässigt werden, mahnen Gesundheitspolitiker. „Trotz der berechtigten Freude müssen wir alle Vorsichtsmaßnahmen weiterhin streng befolgen“, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag. Anfangs sei der Corona-Impfstoff nur begrenzt verfügbar.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte in einem Gastbeitrag für die „Welt“, „dass die Bevölkerung diese Herausforderung nach wie vor unterschätzt“.

Impfung gegen Coronavirus: Allen Geimpften in Halberstadt geht es gut

+++ 11.45 Uhr: Die Corona-Impfung am gestrigen Samstag (26.12.2020) hat allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Halberstädter Seniorenzentrums sowie den geimpften Mitarbeitenden keine Probleme bereitet. „Es geht allen gut“, sagte der Betreiber der Einrichtung, Tobias Krüger, am Sonntagvormittag. Über die 101 Jahre alten Edith Kwoizalla, die die erste Impfdosis erhalten hatte, sagte er wie schon am Vortag: „Es geht ihr wie immer.“ Krüger selbst hatte sich auch impfen lassen.  

Corona-Impfungen in Deutschland haben begonnen

+++ 09.00 Uhr:  Auch in Berlin haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekam in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin eine Spritze mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer. Für den Start hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten.  

+++ 08.50 Uhr: Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der DPA gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben.

Impfung gegen Coronavirus: Söder drückt bei Corona-Impfungen aufs Tempo

Update vom Sonntag, 27.12.2020, 07:20 Uhr: In Deutschland und vielen weiteren Ländern der EU starten am heutigen Sonntag (27.12.2020) offiziell die Impfungen gegen das Coronavirus. Um die Menschen möglichst schnell mit einem Vakzin zu versorgen, forderte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mehr Tempo bei der Produktion von Corona-Impfstoffen.

Söder drängte zur Eile bei der Herstellung des Vakzins. „Leider kann es keine schnelle Entwarnung geben. Denn es gibt einfach zu wenig Impfstoff“, sagte Söder. „Daher muss das Tempo der Produktion massiv verstärkt werden. Sonst müssen viele Menschen zu lange warten.“ An der zur Verfügung stehenden Menge des Impfstoffes hingen alle anderen Maßnahmen, betonte Söder. „Je mehr Impfstoff, desto mehr Freiheit. Je weniger, desto länger dauern die Beschränkungen.“

Die Impfungen mit dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer beginnen in Alten- und Pflegeeinrichtungen, dafür stehen mobile Impfteams bereit. Wer zuerst geimpft wird, entscheiden die Bundesländer und Behörden vor Ort. Die ersten Impfdosen waren am Samstagmorgen in den Bundesländern eingetroffen. In den kommenden Tagen und Wochen sollen stetig weitere Dosen geliefert werden.

Corona in Deutschland: 101-jährige Frau bekommt erste Impfung

Die Heimbewohnerin 101-jährige Edith Kwoizalla ist die erste Frau, die in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft wurde.

Erstmeldung: Halberstadt - Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Auch an den Feiertagen rund um Weihnachten wurde viele Neuinfektionen und Todesfälle gemeldet. Ab Sonntag (27.12.2020) sollen die Corona-Impfungen* in der Bundesrepublik beginnen. In Halberstadt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt wurden bereits vor dem offiziellen Start der Impfungen Bewohner und Bewohnerinnen sowie Mitarbeitende des Seniorenzentrums Krüger gegen das Coronavirus geimpft.

Corona: 30 Impfungen in Seniorenheim in Sachsen-Anhalt

Den Anfang machte Edith Kwoizalla. Beobachter:innen zufolge nahm die 101 Jahre alte Bewohnerin des Altenheims den Pieks mit der Spritze gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen. Das berichtet unter anderem das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Der Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung in Halberstadt vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger. „Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel“, so Krüger. Insgesamt ließen sich laut dem Betreiber des Seniorenzentrums 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 10 Mitarbeitende gegen das Coronavirus impfen.

Corona in Sachsen-Anhalt: 9.750 Impfdosen an die Landkreise verteilt

Das Bundesland Sachsen-Anhalt hatte am Samstagvormittag (26.12.2020) die erste Lieferung mit 9.750 Impfdosen gegen das Coronavirus in Empfang genommen. Der Impfstoff wurde anschließend an die Landkreise und kreisfreien Städte weiterverteilt. Genau wie in den anderen deutschen Bundesländern ist der offizielle Impfstart dann für Sonntag (27.12.2020) geplant. Auch einen Plan, wer zu welchem Zeitpunkt gegen Sars-CoV-2 geimpft* werden soll, gibt es bereits. (tob) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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