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Bistum streicht das Geld für die Nepomuk-Kirche

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Wetzlar/Lahnau (wv) Nun ist es amtlich: Von diesem Jahr an streicht das Bistum Limburg alle Gelder für die katholische Kirche in Dutenhofen. Damit entfallen für die Filialkirche Sankt Nepomuk, die zur Pfarrgemeinde Lahnau gehört, jährlich über 9000 Euro an Zuweisungen.

In diesem Zusammenhang weist der zuständige Pfarrer Heinz Ringel (Ehringshausen) darauf hin, dass auch die Lahnauer von den Sparbeschlüssen des Bistums betroffen sind und die Finanzlücke für die Kirche in Dutenhofen aus Eigenmitteln nicht zu schließen ist. »Wir werden den rund 700 Katholiken in Dutenhofen und Münchholzhausen ihr Gotteshaus nur erhalten können, wenn es gelingt, über Spenden und einen Förderverein Gelder zu beschaffen.« Erst vor sechs Jahren war das Gotteshaus für über 150 000 Euro renoviert und modernisiert worden.

Die Kürzungen aus Limburg betreffen alle 15 Kirchengemeinden im Bezirk Wetzlar. Sie haben allein bei der Bewirtschaftung und Instandhaltung ihrer Gebäude rund 100 000 Euro weniger in der Haushaltskasse. Für einige der 21 Gotteshäuser in der Region entfallen die Zuschüsse ganz, so wie in Dutenhofen.

»Der Abriss von Kirche und Gemeinderäumen ist die einfachste Lösung, die wir aber nicht gehen wollen«, sagt Peter Weil, der Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Lahnauer Kirchengemeinde Mariä Schmerzen. »Die Heimatvertriebenen in Dutenhofen und Münchholzhausen haben die Geschichte dieser Kirche geschrieben und dafür große finanzielle und materielle Opfer gebracht. Für die Christen in den Wetzlarer Stadtteilen ist das Gotteshaus am Langen Morgen auch heute noch mehr als ein Bauwerk aus Stein. Es ist Ort der Besinnung und des Gebetes, ein Zentrum des geistigen Gemeindelebens, das wir nicht aufgeben können.«

»Es liegt in eurer Hand, ob die Kirche im Dorf bleibt!« So steht es auf dem Faltblatt, mit dem die Katholiken beidseits der Lahn für den Erhalt von Sankt Nepomuk werben. Bereits Ende 2007 hat sich ein Förderverein gegründet und Margareta Pellekoorne (Dutenhofen) und Bernd Wöstmann (Lahnau) zu Vorsitzenden gewählt. »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vielen Bürgern die Kirche am Herzen liegt. Umso mehr hoffen wir jetzt auch, dass viele Menschen ihr Interesse durch die Mitgliedschaft im Förderverein Sankt Nepomuk bekunden.

« Auch Firmen und Kommunen sollten sich von dem Aufruf angesprochen fühlen und zum Erhalt der Kirche einen Beitrag leisten. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei fünf Euro im Monat. »Wir freuen uns über jede zweckgebundene Spende und erstellen dafür eine steuerbegünstigende Spendenbescheinigung aus.

Bei der Sparkasse Wetzlar wurde unter der Nummer 203 4726 ein Konto eingerichtet. Weiter Informationen erteilt Margareta Pellekoorne, Telefon (0641) 201 596 oder das katholische Pfarrbüro Lahnau, (06441) 62055.

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