73 633 Besucher bei den Burgfestspielen

Bad Vilbel (süd). Die Burgfestspiele melden erneut einen Rekord: 73 633 Besucher wurden in der Spielzeit 2010, die am Sonntagabend mit dem Stück »My Fair Lady« zu Ende ging, gezählt. Vor einem Jahr waren es 72 272.

Bad Vilbel (süd). Die Burgfestspiele melden erneut einen Rekord: 73 633 Besucher wurden in der Spielzeit 2010, die am Sonntagabend mit dem Stück »My Fair Lady« zu Ende ging, gezählt. Vor einem Jahr waren es 72 272. Kein Wunder also, dass Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Intendant Claus-Günther Kunzmann am Montag bei der Bekanntgabe der Zahlen um die Wette strahlten. Auch das Programm für die 25. Burgfestspiele steht, Einzelheiten dazu wollten die Verantwortlichen jedoch noch nicht verraten. Nur: Die Jubiläums-Spielzeit wird am 5. Juni 2011 eröffnet.

Der Bürgermeister äußerte den Verantwortlichen rund um die Bühne »Respekt für eine einzigartige Saison«. Es habe in diesem Sommer »alles gestimmt«. Der Besucherrekord sei aber nur eine Facette. Ebenso erfreulich seien die Reaktionen von Besuchern, die durchweg positiv gewesen seien, und viele gute Kritiken für die fünf Eigenproduktionen.

Die Steigerung der Besucherzahlen sei trotz der begrenzten Kapazitäten in der historischen Burg - rund 700 Menschen finden dort auf der Tribüne Platz - noch möglich gewesen. Gerade für die Wochenendvorstellungen hätte man »50 Prozent mehr Karten« verkaufen können, sagte der Rathauschef. Mit Blick auf nunmehr fast ein Vierteljahrhundert Burgfestspiele meinte Stöhr, das Programm werde vom Publikum angenommen, es sei »eine runde Sache« entstanden.

Intendant Kunzmann bestätigte den positiven Gesamteindruck. In den vergangenen Wochen seien fast alle Abendvorstellungen ausverkauft gewesen. Erstmals habe er vor der Wasserburg Menschen gesehen, die dort mit Schildern »Karten gesucht« in der Hand herumgelaufen seien. Beispielsweise bei der letzten Vorstellung der »Räuber« sei das der Fall gewesen. Ohne Probleme sei zudem ein Wechsel in der Regie für die »Kalender Boys« kurz vor der Premiere verlaufen, auch mit Erkrankungen von Schauspielern sei das Ensemble gut zurecht gekommen. Es sei keine Vorstellung ausgefallen, auch nicht aufgrund des Wetters.

Kunzmann nannte ein paar Zahlen. Bei den Eigenproduktionen habe man mit 49 934 Besuchern rund 4000 mehr als im vergangenen Jahr begrüßen können. Die hätten die Rückgänge beim Kindertheater und bei den Gastspielen wettgemacht. Hier sprach Kunzmann von »normalen Schwankungen«. Allerdings seien für das Kinderprogramm Änderungen in der Überlegung. »My Fair Lady« sahen rund 15 000 Gäste, etwa 14 500 kamen zu »Don Camillo und Peppone«. Diese beiden Eigenproduktionen standen auch am häufigsten auf dem Spielplan. Rund 9500 Menschen sahen die Schlagerrevue mit Musik der 70er-Jahre, 7500 kamen zu den »Kalender Boys«. Den Klassiker »Die Räuber« wollten etwa 7000 Besucher sehen. Zehn Mal wurden die Eigenproduktionen auswärts aufgeführt, von Neuwied bis Maulbronn. Rund 4000 Besucher haben diese Aufführungen gesehen. Für 2011 gebe es bereits erste Anfragen.

Finanziell komme er »gut hin«, sagte Kunzmann. Es gebe mehr Einnahmen als geplant, aber auch mehr Ausgaben. Im Budget stehen 1,9 Millionen Euro Ausgaben und 1,4 Millionen Euro Einnahmen. In der kommenden Spielzeit soll es wieder fünf Eigenproduktionen geben.

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