Bericht: Sicherheitslücke in Gießener JVA-Technik

Wiesbaden (dpa/lhe). Das hessische Justizministerium geht Berichten über Sicherheitslücken in der Technik des Gießener Gefängnisses nach. Das Computermagazin c’t hatte gemeldet, es sei möglich, über das Internet auf Heizungssysteme in Gebäuden zuzugreifen, darunter auch der JVA Gießen.

»Wir konnten uns da einloggen«, sagte c’t-Redakteur Ronald Eikenberg am Freitag auf Anfrage. Es sei aber nichts verändert worden – »es gab keinen Hackerangriff«. Nach Angaben des Justizministeriums wurde der Online-Zugang für den Heizungswartungsdienst der JVA inzwischen blockiert, Schaden sei nicht entstanden.

Das Magazin habe den Betreiber der Anlage und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert, sagte Eikenberg. Ziel der Recherche sei es gewesen, Lücken in Sicherheitssystemen zu zeigen, darunter in Einfamilienhäusern. Bei Fernwärmekraftwerken etwa könnten solche Lücken schwere Folgen für Tausende von Menschen haben.

Ministeriumssprecher Hans Liedel sagte: »Wir nehmen das ernst, für uns steht die Sicherheit im Vordergrund.« Es werde nun geprüft, ob es eine Lücke gebe und wie ein Zugriff von außen möglich sei. Gemerkt habe niemand etwas. Dem privaten Radiosender FFH sagte Liedel: »Es sind noch alle da. Die Türen sind verschlossen und sie bleiben verschlossen.« Über den Vorgang hatte am Donnerstagabend das ZDF-»heute journal« berichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare