Der radikale Salafistenprediger Pierre Vogel (l) spricht bei einer Kundgebung in Offenbach mit weiblichen Anhängerinnen. Der Salafismus stellt die Sicherheitsbehörden vor zum Teil massive Herausforderungen.
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Der radikale Salafistenprediger Pierre Vogel (l) spricht bei einer Kundgebung in Offenbach mit weiblichen Anhängerinnen. Der Salafismus stellt die Sicherheitsbehörden vor zum Teil massive Herausforderungen.

Beratungsstelle gegen Salafismus erzielt erste Erfolge

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die neue hessische Beratungsstelle gegen Salafismus hat nach eigenen Angaben erste radikalisierte Jugendliche zum Umdenken bewegt. Die Mitarbeiter hätten bereits mit 19 jungen Menschen direkt Kontakt, die in der gefährdeten Szene sind und teilweise schon in Syrien waren.

«Zwei von ihnen haben deutlich gesagt, sie wollen aussteigen», sagte Thomas Mücke, einer der Geschäftsführer des Vereins Violence Prevention Network (VPN), zu dem die Frankfurter Beratungsstelle gehört.

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle suchen direkten Kontakt mit jungen Menschen, die sich radikalisieren könnten oder das bereits getan haben. So wollen sie ihnen Wege aus dem Extremismus zeigen. Die Zentrale mit dem Namen «Religiöse Toleranz statt Extremismus» ist seit Juli dieses Jahres aktiv. Das Land fördert das Projekt mit 200 000 Euro in diesem und 400 000 Euro im kommenden Jahr.  

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