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Bärchen fürs Hessenpärchen

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Wiesbaden (dpa/lhe). Das Hessentagspaar hat die Landtagsabgeordneten auf den Hessentag 2017 in Rüsselsheim eingestimmt. Selma Kücükyavuz im langen hellblauen Kleid und Marcel Sedlmayer mit dunklem Anzug und Zylinder wurden vor der Plenarsitzung gestern in Wiesbaden von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begrüßt. Sie bekamen als Geschenk eine Tasse und den Hessentagsbären überreicht.

Wiesbaden (dpa/lhe). Das Hessentagspaar hat die Landtagsabgeordneten auf den Hessentag 2017 in Rüsselsheim eingestimmt. Selma Kücükyavuz im langen hellblauen Kleid und Marcel Sedlmayer mit dunklem Anzug und Zylinder wurden vor der Plenarsitzung gestern in Wiesbaden von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begrüßt. Sie bekamen als Geschenk eine Tasse und den Hessentagsbären überreicht.

Kücükyavuz sagte zehn Tage vor dem Start des Hessentages (9. bis 18. Juni): »Wir sehen und hören die Aufbauarbeiten sogar von unserem Balkon.« Sie ist auch im richtigen Leben mit Sedlmayer liiert. Das Paar wurde im November 2015 gewählt und trifft bei den Festlichkeiten in der Opel-Stadt unter anderem auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). »Wir haben Respekt vor dem Pensum, freuen uns aber riesig«, erklärte Sedlmayer vor dem Plenum.

Damit die Belegschaft länger fit bleibt, will Hessen gezielt kleine und mittlere Unternehmen beim Gesundheitsmanagement unterstützen. Dafür soll noch in diesem Jahr die Wissens- und Praxisplattform »Beschäftigungsfähigkeit« im Internet freigeschaltet werden, kündigte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) gestern in seiner Regierungserklärung im Landtag in Wiesbaden an. Gutes Gesundheitsmanagement in den Betrieben kann nach seiner Ansicht im Kampf gegen Altersarmut helfen. Wer in der Lage ist, seinen Beruf lange gesundheitlich fit auszuüben, habe gute Aussichten auf einen Lebensabend ohne materielle Sorgen, sagte Grüttner. Viele älteren Menschen seien auch so rüstig, dass sie über das Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiteten. »Natürlich tun dies einige der Seniorinnen und Senioren, um ihren Lebensunterhalt besser bestreiten zu können – das ist auch Teil der Lebenswirklichkeiten«, sagte der Minister. »Viele arbeiten aber auch gerne weiter, weil ihnen – wie sie selbst sagen – die Arbeit weiterhin Spaß macht.

« Grüttner betonte die Vielfältigkeit unter den Senioren: »Wir müssen eine Politik für die ältere Generation machen, die alle von 60 bis über 100 in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen erreicht.«

SPD vermisst schlüssiges Konzept

Nach den Worten der seniorenpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Ulrike Alex, verbreitete der Minister »Binsenweisheiten und Allgemeinplätze«. Sie forderte die Landesregierung auf, Seniorenpolitik nicht als »sozialpolitisches Nischenphänomen« zu sehen. Einzelne Projekte seien vermutlich sinnvoll – sie fügten sich aber nicht zu einem schlüssigen Konzept zusammen.

Die sozialpolitische Sprecherin der Linken, Marjana Schott, sagte: »Die Seniorenpolitik der Landesregierung besteht weitgehend aus der Herausgabe von Broschüren und der Finanzierung von kleinen, netten Projekten.« Sie forderte mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Altersarmut. Diese sei innerhalb von zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen.

Sigrid Erfurth, seniorenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, verwies auf die wachsende Bedeutung der kultursensiblen Pflege in einer vielfältigen Gesellschaft. Dies betreffe etwa Menschen, die gleichgeschlechtliche Liebe offen lebten oder Pflegebedürftige mit ausländischen Wurzeln.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock erinnerte an die großen Herausforderungen in der Pflege. Mit Blick auf die wachsende Zahl alter und kranker Menschen müsse jede nur mögliche Form der ambulanten Unterstützung ausgebaut und gefördert werden.

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