Auszeichnung für Wetzlars Partnerstadt Avignon

Wetzlar (pm). Der mit 10 000 Euro dotierte Elsie Kühn-Leitz-Preis ist dieser Tage an Wetzlars französische Partnerstadt Avignon vergeben worden.

Wetzlar (pm). Der mit 10 000 Euro dotierte Elsie Kühn-Leitz-Preis ist dieser Tage an Wetzlars französische Partnerstadt Avignon vergeben worden. Der Preis wird seit 1986 alle zwei Jahre von der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (VDFG) für herausragende Verdienste für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Frankreich verliehen.

An der Verleihung im Festsaal des Rathauses der südfranzösischen Stadt nahmen die Kinder von Elsie Kühn-Leitz, Cornelia und Knut Kühn-Leitz sowie weitere Familienmitglieder teil. Wetzlar wurde von Partnerschaftsdezernent Karlheinz Kräuter (SPD) vertreten. Die Laudatio hielt der ehemalige Botschafter Frankreichs in Deutschland, Claude Martin. Er würdigte Elsie Kühn-Leitz als Pionierin und Kämpferin für die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Schon 1945 habe sie sich für den »moralischen Wiederaufbau« ihrer Heimat und ein Europa auf der Grundlage humanistischer Werte engagiert. Avignon habe sich den Preis als Modellstadt der deutsch-französischen Verständigung verdient. Die Stadt sei ein Hort der Seele und der Werte Europas und mehr denn je »europäische Kulturhauptstadt«.

Elsie Kühn-Leitz (1903-1985) war die Gründungspräsidentin der VDFG und ist die Tochter des Wetzlarer Unternehmers Ernst Leitz. Das Preisgeld steht dem Preisträger für die Förderung eines gemeinnützigen deutsch-französischen Zweckes seiner Wahl zur Verfügung.

Am Rande der Preisverleihung konnte Partnerschaftsdezernent Kräuter erste Gespräche mit seinem neuen Kollegen aus Avignon, Michel Chirinian, führen. Dieser ist Nachfolger des kürzlich auf tragische Weise ums Leben gekommenen Partnerschaftsdezernenten Alain Emphoux.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare