Armutsquote über Bundesdurchschnitt

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Frankfurt/Berlin- Der Anteil armer Menschen in Hessen ist nach Daten eines Sozialverbands im vergangenen Jahr weiter gestiegen und lag im zweiten Jahr in Folge über dem Bundesdurchschnitt. Die Armutsquote stieg in Hessen von 15,8 Prozent im Vorjahr auf 16,1 Prozent, wie aus dem Armutsbericht 2020 des Paritätischen Gesamtverbandes hervorgeht, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Damit blieb Hessen im Armutsranking der Bundesländer auf Platz sieben - hinter Rheinland-Pfalz und vor Thüringen. Bundesweit lag die Quote bei 15,9 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Dem Bericht zufolge ist die Armutsquote nahezu flächendeckend in Deutschland gestiegen - elf der 16 Bundesländer waren 2019 betroffen. Den schlechtesten Wert zeigte Bremen mit einer Armutsquote von 24,9 Prozent. Hessen wiederum war zwischen 2006 und 2019 das Bundesland mit dem stärksten Zuwachs - in diesem Zeitraum nahm die Armut um 34,2 Prozent zu.

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, ist nach Einschätzung des Sozialverbands von Armut betroffen. Für die Armutsquote werden dem Bericht zufolge alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen diese Grenze unterschreitet. Basis waren unter anderem Daten des Statistischen Bundesamts. dpa

Quelle: Gießener Allgemeine

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