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Arbeitsmarkt in Hessen dank mildem Winter robust

Der Arbeitsmarkt in Hessen zeigt sich robust. Der erwartete Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Dezember fiel dank der milden Witterung moderat aus.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen des milden Winters ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen im Dezember nur leicht gestiegen. Rund 168 165 Frauen und Männer waren ohne Job - das war der niedrigste Dezember-Wert seit 23 Jahren, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Frankfurt berichtete.

Die Zahlen seien mit denen von 1992 aber nicht direkt vergleichbar, weil vor den Hartz-Reformen deutlich mehr arbeitsfähige Menschen in den Arbeitslosenzahlen nicht berücksichtigt worden seien. Von daher sei die heutige Situation am Arbeitsmarkt günstiger einzuschätzen als die kurz nach der Wiedervereinigung.

Im Dezember gab es in Hessen 956 Arbeitslose (plus 0,6 Prozent) mehr als im November und 6020 (minus 3,5 Prozent) weniger als im Dezember 2014. Die Arbeitslosenquote blieb bei 5,1 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei 5,4 Prozent. Bei Langzeitarbeitslosen, Frauen und Jugendlichen verzeichnete die Arbeitsagentur einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum November. Bei den Männern sei die Zahl der Arbeitslosen indes wie im Winter üblich gestiegen.

Im Jahresdurchschnitt waren in Hessen etwa 177 900 Menschen ohne Job. Die aktuelle Flüchtlingsbewegung wirke sich bislang nicht nennenswert auf die Arbeitslosenzahlen im Land aus. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent.

Es sehe danach aus, als werde sich der Wachstumskurs in Hessen auch in diesem Jahr fortsetzen, sagte der Leiter der Regionaldirektion, Frank Martin. 2016 dürfte sich allerdings das Thema Flüchtlinge  auf dem hessischen Arbeitsmarkt bemerkbar machen. "Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist jedoch weiterhin groß." Es lohne sich also, "in die Heranführung der Flüchtlinge an den Arbeitsmarkt zu investieren".

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Quelle: Gießener Allgemeine

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