Arbeiten in Hörnsheimer Hauptstraße sollen vieles verbessern

Hüttenberg (agl). Sie sind laut Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt die größte bisherige Baumaßnahme der Gemeinde Hüttenberg, sie sind mit Umleitungen und Einschränkungen verbunden, doch mit der Fertigstellung soll einiges besser werden: die Arbeiten in der Hauptstraße in Hörnsheim.

Hüttenberg (agl). Sie sind laut Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt die größte bisherige Baumaßnahme der Gemeinde Hüttenberg, sie sind mit Umleitungen und Einschränkungen verbunden, doch mit der Fertigstellung soll einiges besser werden: die Arbeiten in der Hauptstraße in Hörnsheim. Auf einer Länge von über einem Kilometer werden Kanal und Wasserleitungen erneuert, außerdem die Straße an der Oberfläche verändert, sodass Fußgänger mehr Platz auf den Gehwegen haben werden und auch die Situation für die Verkehrsteilnehmer an den Hofausfahrten entschärft wird. Im Gespräch mit der AZ schilderten am Mittwoch Dr. Schmidt sowie die Leiter des Bauamtes, Andreas Knorz, und des Ordnungsamtes, Klaus-Dieter Jensen, Vorgeschichte, Umfang und Nutzen der Bauarbeiten und die bereits erledigten Etappen.

Seit 1999 gebe es Baurecht in der Hauptstraße, sagte Schmidt. »Es ist eine alte Forderung der Bürgerschaft und der Gemeinde Hüttenberg, diese Straße auf einen modernen Ausbauzustand zu bringen.« Das Land als Baulastträger habe damals die Pläne gemacht, den Ausbau jedoch aus finanziellen Gründen vor sich her geschoben. Schließlich drängten sich die Bauarbeiten aber schon deshalb auf, weil die Gemeinde durch die Eigenkontrollverordnung dazu verpflichtet war, die Kanäle auf der gesamten Länge zu untersuchen und zu erneuern.

Außerdem habe es bereits fast 100 Wasserrohrbrüche in der Straße gegeben, erläuterte der Bürgermeister. Letzteres verpflichtete den Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) zum Handeln.

Mittlerweile sind die ersten beiden Bauabschnitte abgeschlossen: Ab der Schwingbachbrücke wurden Kanal und Wasserleitungen erneuert sowie die Straße verengt, damit mehr Platz für die Gehwege ist; außerdem ging es auch in der Rechtenbacher Straße um Kanal und Wasser, und die Straße »Lange Föhren« wurde ausgebaut.

Er sei dem Land Hessen sehr dankbar, dass es im Zuge der Gesamtmaßnahme den Straßenausbau übernommen habe, sagte Schmidt. Durch die Arbeiten in der Hauptstraße werde die Verkehrssicherheit verbessert und die Situation an den Ein- und Ausfahrten auf den neuesten Stand gebracht. Parkraum werde geschaffen, und auch für die Bepflanzung werde gesorgt. Ein Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2011 vorgesehen, was aber beispielsweise auch von der Länge eines frostigen Winters abhängt.

Und so sehen die finanziellen Planungen aus: Die Baukosten für die Kanalarbeiten liegen bei 880 000 Euro, die Kosten für die Arbeiten an der Straße und den Gehwegen belaufen sich auf insgesamt 1,2 Millionen Euro. Nebenkosten kommen noch hinzu. Die Kanalkosten sind von der Gemeinde zu zahlen, das Geld für die Wasserleitungen vom ZMW, der Straßenausbau vom Land, und die Arbeiten an Bürgersteigen und an dem, was dazugehört, werden teils von den Anwohnern, teils von der Gemeinde finanziert.

Als Umleitungen habe man sich bewusst nicht für eine innerörtliche Variante entschieden, sagte Schmidt. Stattdessen führen die Ausweichrouten über Lützellinden, Linden und Langgöns - und auch die Autobahn ist eine Variante. Wie Jensen informierte, könne beispielsweise der Bus wegen des Gewichts nicht auf der Straße zwischen Lützellinden und Großen-Linden fahren. Der Bus zwischen Hüttenberg und Gießen fährt derzeit über Langgöns, was zu Verspätungen bei der Ankunft in Gießen führt. Diesbezüglich prüfe er gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Lahn-Dill (VLD) eine Alternative, sagte der Bürgermeister.

Hinsichtlich der Einschränkungen im Zuge der Baumaßnahmen bittet er die Bürger um Verständnis: Die Behinderungen durch den Ausbau seien bedauerlich, aber wenn man Straßenerneuerungen wolle, dann müssten die Bürger die Nachteile in Kauf nehmen.

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