»Ärgerlich«

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Wiesbaden - Mit Blick auf Lieferengpässe beim Corona-Impfstoff hat Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) die Hersteller kritisiert. Das Land sei von der Kommunikation »überrascht worden«, sagte er in einem dpa-Interview. »Das war extrem kurzfristig und ärgerlich, etwa als Biontech Pfizer erklärt hat, die Kapazitäten zurückzufahren.«

Das geschehe zwar mit einem guten Ziel, nämlich danach die Produktion auszuweiten. »Aber trotzdem kam das sehr unverhofft«, sagte Klose. »Ich glaube hier ruckelt es doch erheblich«, ergänzte er mit Blick auf den Konflikt mit Astrazeneca. Der Hersteller hatte der Darstellung der EU-Kommission zufolge vor kurzem sehr überraschend und ohne plausible Erklärung eine Lieferkürzung angekündigt.

»Wir sind abhängig von verlässlichen Impfstofflieferungen, weil wir mit den Kommunen vor Ort die Impfungen organisieren«, betonte Klose. »Deshalb ist das ärgerlich.« Er erwarte, dass das, was jetzt zugesagt ist, auch zuverlässig komme. Die Entscheidung der EU-Länder, eine gemeinsame Beschaffung zu organisieren, nannte er aber »grundsätzlich richtig«. Beim Impfen könne es nicht darum gehen, wer am schnellsten bei der Erstimpfung sei, sondern es gehe darum, wer beide Impfungen zügig umsetze. dpa

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