Nach dem Ausbau
 soll die A661 mehr Spuren haben als bisher.	FOTO: PETER JÜLICH
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Nach dem Ausbau soll die A661 mehr Spuren haben als bisher. FOTO: PETER JÜLICH

Die A661 wird breiter

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Der vor 40 Jahren beschlossene Ausbau der A 661 soll nun kommen - mit einigen Änderungen. An einigen Stellen soll die Autobahn doppelt so breit werden wie bisher.

Im Auftrag des Bundes treibt das Land Hessen den Ausbau der A661 im Frankfurter Osten voran. Vorgesehen ist der Bau der sogenannten Westfahrbahn zwischen der Anschlussstelle Friedberger Landstraße und dem Autobahndreieck Erlenbruch. Das geht aus den Planänderungsunterlagen hervor, die nun offenliegen. Der Ausbau wurde schon 1980 planfestgestellt, bislang aber nur in Teilen umgesetzt. Seit 1995 fahren die Fahrzeuge auf der sogenannten Ostfahrbahn. Mit dem Ausbau wird die Autobahn streckenweise etwa doppelt so breit.

Vom Platz her wären drei Fahrspuren und ein Standstreifen in jede Richtung möglich. Im Auftrag der Stadt Frankfurt nimmt die DEGES GmbH derzeit eine Verkehrsuntersuchung vor, die von je drei Fahrspuren ausgeht. Diese Untersuchung soll die Basis einer möglichen Einhausung der A 661 zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße auf 1080 Meter Länge bilden, in der sogenannten Variante L2. Für einen sechsspurigen Ausbau wäre ein weiteres Planänderungsverfahren nötig.

Direktrampe ist nötig

Laut den nun offenliegenden Planänderungsunterlagen, die Hunderte Seiten umfassen, sollen die Fahrzeuge wie gehabt auf zwei Fahrspuren in jede Richtung fahren. Die Spuren sollen 3,50 bis 3,75 Meter breit sein. Hinzu kämen Standstreifen.

Außerdem plant die Straßenbehörde des Landes, Hessen Mobil, eine zusätzliche Fahrspur von der Friedberger Landstraße nach Süden zum Autobahndreieck Erlenbruch, die 3,75 Meter breit sein soll. Sie heißt behördlich »Verflechtungsstreifen«. Immissionsschutzrechtlich sei dieser Verflechtungsstreifen als »durchgehender Fahrstreifen« einzuordnen, heißt es in den Unterlagen. Der Fahrstreifen mache Lärmschutzwände bei New Atterberry und An der Festeburg nötig.

Wie aus den Unterlagen weiter hervorgeht, soll eine sogenannte Direktrampe von der Friedberger Landstraße auf die A 661 in südlicher Richtung führen. Sie beginnt an der Friedberger Landstraße auf Höhe des Bodenwegs und geht nach 300 Metern in einen 250 Meter langen Einfädelungsstreifen auf die A 661 in Fahrtrichtung Offenbach über.

Der Fuß- und Radweg auf der Friedberger Landstraße, den die Direktrampe zerschneidet, muss neu gebaut werden, voraussichtlich mit einer Ampel. Als Grund für den Ausbau der A 661 mit Verflechtungsstreifen und Direktrampe wird der Ausbau der A 66 mit dem Riederwaldtunnel genannt und der zusätzliche Verkehr durch die steigende Zahl der Anwohner in Frankfurt. Ohne Direktrampe und Verflechtungsstreifen wäre die Autobahn »nicht leistungsfähig«, habe eine Verkehrsuntersuchung ergeben.

Zum Schutz der Anwohner vor Lärm bekommt die Strecke größtenteils einen speziellen Asphalt, der die Geräusche um fünf Dezibel mindern soll. Auf den Talbrücken Seckbach und Erlenbruch kann aus statischen Gründen nur ein Belag verlegt werden, der den Lärm um zwei Dezibel verringert.

Lärmschutzwände sind auf insgesamt 2080 Metern vorgesehen. Allein der Bau der Direktrampe und des Verflechtungsstreifens erfordert den Angaben zufolge Lärmschutzwände auf 1178 Metern.

So sollen zehn Meter hohe Wände New Atterberry und die Festeburgsiedlung vor Lärm schützen. Für Bornheim und Seckbach sind Lärmschutzwände mit zweieinhalb bis acht Metern Höhe vorgesehen, für den Riederwald solche mit sechs Metern. Die Lärmschutzwände würden die Kaltluftschneisen aber nicht zerschneiden, heißt es. Zahlreiche Wohnungen haben Anspruch auf Lärmschutzfenster.

Die Höchstgeschwindigkeit auf dem Ausbauabschnitt soll künftig 100 Kilometer pro Stunde betragen. Im Riederwaldtunnel, der von der A 66 auf die A 661 führt, sollen 80 Kilometer pro Stunde erlaubt sein.

Die Schadstoffgrenzwerte werden den Angaben zufolge nicht dauerhaft überschritten, nur im Berufsverkehr morgens und abends. Die Tierwelt sei nicht derart bedroht, dass ein besonderer Schutz nötig wäre.

Der Bau der sogenannten Alleenspange und des Autobahndreiecks Seckbach wird abgewickelt. Der Wegfall des Alleentunnels wurde schon 2015 beschlossen. Eine Voraussetzung für den Ausbau der A 661 ist, dass rund um Frankfurt Abschnitte der A 3 auf acht Fahrspuren und Abschnitte der A 5 auf acht bis zehn Fahrspuren ausgebaut werden.

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