Die Polizei hat auf der A5 nahe Butzbach einen BMW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, weil dieser die Zivilstreife ausgebremst hatte. (Symbolbild)
+
Die Polizei hat auf der A5 nahe Butzbach einen BMW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, weil dieser die Zivilstreife ausgebremst hatte. (Symbolbild)

Autobahn bei Butzbach

A5 bei Butzbach: „Erzieherisches“ Fahren geht in die Hose – Chaot bremst Zivil-Polizei aus

  • vonSebastian Richter
    schließen

Ein Verkehrsrowdy drängelt und schlingert über die A5 bei Butzbach. Offenbar, um andere Autofahrer zu „erziehen“. Plötzlich geht hinter ihm das Blaulicht an.

  • Unfassbarer Vorfall auf der Autobahn A5 bei Butzbach (Wetterau).
  • Ein Verkehrsrowdy versucht, einen anderen Autofahrer zu „erziehen“ – der ist allerdings Zivilfahnder.
  • Im BMW des Chaoten entdeckten die Polizisten Frau und Kind.

Butzbach – Zu hohe Geschwindigkeiten und riskante Manöver führen auf Autobahnen oft zu dramatischen Unfällen. Vielen der Raser ist ihre riskante Fahrweise nicht bewusst. Es gibt aber auch Fahrer, die sich absichtlich nicht an Regeln halten. Und manche versuchen, andere Verkehrsteilnehmer durch gefährliche Manöver zu „erziehen“. Einem BMW-Fahrer aus Nordrhein-Westfalen wurde ein solches Verhalten jetzt zum Verhängnis, als er auf der A5 bei Butzbach an eine Zivilstreife der Polizei geriet.

Am Donnerstag (12.11.) war der 42-Jährige in seinem 7er-BMW mit „sehr hoher“ Geschwindigkeit auf der A5 unterwegs. Kurz hinter der Auffahrt Butzbach, begann er, zu drängeln. Der vorausfahrende Wagen fuhr ihm augenscheinlich nicht schnell genug, der Fahrer der Luxuslimousine ließ den Sicherheitsabstand immer weiter zusammenschrumpfen. Da ahnte der Mann noch nicht, wer am Steuer des anderen Wagens saß. Als dieses auf die mittlere Spur wechselte, raste der BMW vorbei und schnitt das Auto dabei so gefährlich, dass dessen Fahrer auf die rechte Spur ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

A5 bei Butzbach: BMW-Fahrer fällt durch rücksichtsloses Verhalten auf

Der BMW-Fahrer war aber noch nicht mit seinen „erzieherischen“ Maßnahmen, wie die Polizei es nennt, fertig: Auch er wechselte auf die rechte Spur, setzte sich vor seinen „Schüler“ und bremste diesen weiter aus. Dann fuhr der BMW in Schlangenlinien zwischen der mittleren und linken Spur und wurde dabei immer langsamer. Für diesen Spaß hatte sich der Verkehrsrowdy aber den Falschen ausgesucht. Das bemerkte der BMW-Fahrer wohl erst, als das Blaulicht hinter ihm anging.

Bei dem geschnittenen Fahrzeug handelte es sich um Zivilfahnder der Autobahnpolizei, die den A5-Chaoten ohne Zögern zur Kontrolle baten.. Als wären die gefährlichen Manöver nicht genug, entdeckten die Ermittler im Fahrzeug noch eine Frau und ein Kleinkind, deren Leben der BMW-Fahrer aufs Spiel gesetzt hatte. Der Mann zeigte sich laut Polizei uneinsichtig, wollte nicht zugeben, dass er Menschen gefährdete. Gegen den 42-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr eingeleitet. (spr)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare