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35-Jährige erstochen - Freund festgenommen

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Gemünden/Felda (AZ/dpa). Es muss ein Blutbad gewesen sein, zumindest sprach Reinhard Hübner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, von »massiven Stichverletzungen am Hals«, die zum Tod einer 35-Jährigen Frau in Burg-Gemünden geführt haben.

Gemünden/Felda (AZ/dpa). Es muss ein Blutbad gewesen sein, zumindest sprach Reinhard Hübner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, von »massiven Stichverletzungen am Hals«, die zum Tod einer 35-Jährigen Frau in Burg-Gemünden geführt haben. Es bestehe »erheblicher Tatverdacht« gegen den Lebensgefährten, sagte Hübner, die Ermittlungen liefen aber am Montagnachmittag noch. Die Obduktion des Opfers ist für diesen heutigen Dienstag geplant. Davon erhoffen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse über den Tathergang.

Die Alsfelder Polizei hatte die Leiche der 35-Jährigen am Montag in deren Wohnung in Burg-Gemünden gefunden. Nach ersten Ermittlungen ist sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Der 58-jährige Lebensgefährte des Opfers erschien am Montag Morgen bei einer Gießener Polizeidienststelle und zeigte den Sachverhalt an.

Bei der sofort eingeleiteten Überprüfung der Wohnung fanden Beamte der Polizeistation Alsfeld die Getötete. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und befindet sich im Polizeigewahrsam. »Seinen Äußerungen war zu entnehmen, dass er als Täter in Betracht kommt«, sagte Hübner. Ein Geständnis habe der 58-Jährige aber nicht abgegeben. Der Mann hatte bei seinem Erscheinen bei der Polizei einen verwirrten Eindruck gemacht. Nach Angaben der Behörde lebten die beiden in der Wohnung in Burg-Gemünden zusammen. Die Kriminalpolizei Alsfeld hat die Ermittlung übernommen.

Die beiden waren vor einigen Jahren nach Burg-Gemünden gekommen; dort hatten sie ein Haus gekauft. Nach Aussagen von Nachbarn lebte das Paar sehr zurückgezogen und habe in flüchtigen Gesprächen bekundet, dass man daran auch nichts ändern wolle. Mit im gemeinsamen Haushalt lebte auch ein etwa zehnjähriges Mädchen. Das Kind war vergangene Woche nach dem handgreiflichen Streit zunächst aus der Familie herausgenommen und im nahe gelegenen Kinderheim in Feldatal untergebrach worden.

Im Zusammenhang mit der Tat steht ein Vorfall vom Dienstag vergangener Woche, den die Polizei am Mittwoch meldete. Danach war ein 58-jähriger Mann in einen heftigen Streit mit seiner 35-jährigen Lebensgefährtin geraten. Im Verlauf des Streites hatte die Frau ihren Gefährten ins Gesicht geschlagen und in den Rücken getreten. Anschließend habe sie ihn noch mit einem Küchenmesser bedroht, hatte der Mann bei der Polizei gesagt.

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