Ansage vom RB-Kapitän: Schalke «zuhause weghauen»

Das Spitzenspiel um den «Best of the rest» hinter dem FC Bayern: RB Leipzig gegen Schalke 04. Bei den Sachsen stören die Spekulationen um Naby Keita die Vorbereitungsruhe. Dass wichtige Spieler fehlen, macht es für RB gegen lange ungeschlagene Schalke nicht leichter.
12. Januar 2018, 14:55 Uhr
Von Jens Marx und Ulli Brünger, dpa
Leipzigs Kapitän Willi Orban. (Foto: Jan Woitas)

Die Ansage von RB Leipzigs Kapitän Willi Orban vor dem Top-Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga ist unmissverständlich.

«Von mir aus können wir die zuhause weghauen», sagte er mit Blick auf den Rückrundenauftaktgegner FC Schalke 04 an diesem Samstag (18.30 Uhr). Der richtige Gegner zur rechten Zeit, findet er.

Die Leipziger treten allerdings mit der Hypothek von fünf Pflichtspielen ohne Sieg an. Dazu fehlen zwei wichtige Spieler und Timo Werner hat Trainingsrückstand. Begleitet wird die Partie zudem von den nervenden Nebengeräuschen um Mittelfeldstar Naby Keita, der nun schon im Winter vom FC Liverpool verpflichtet werden soll. Und Schalke?

Die Königsblauen haben unter ihrem neuen Erfolgstrainer Domenico Tedesco eine glänzende Hinrunde gespielt, sind seit 13 Pflichtspielen ungeschlagen, haben zwei Punkte mehr geholt als die Leipziger und treten ohne Personalsorgen an. «Es ist wichtig, gut zu starten. Wir wollen den Trend aus dem Vorjahr gerne fortsetzen», sagte Tedesco. Dass er Leon Goretzka nach dessen Stressreaktion im Unterschenkel von Beginn an bringt, ist unwahrscheinlich. «Leon ist schmerzfrei. Aber klar ist auch, dass wir kein Risiko eingehen werden.»

Die Schlagzeilen um den 22 Jahre alten Nationalspieler, dessen Wechsel nach der Saison zum FC Bayern als fast sicher gilt, haben sich etwas gelegt. Ein Neuzugang ist auch schon verpflichtet: Von 1899 Hoffenheim kommt im Sommer Mark Uth.

Bei Leipzig steht bislang nur fest, dass Keita den Verein im Sommer verlässt - spätestens, wenn der FC Liverpool nicht tatsächlich noch nachlegt und gegen 22 Jahre alten Nationalspieler aus Guinea schon im Winter auf die Insel holt.

«Wir halten die Augen offen im Transferfenster, wir werden aber keine verrückten Sachen machen», sagte Liverpools deutscher Coach Jürgen Klopp am Freitag bei einer Pressekonferenz zur generellen Lage nach dem Verkauf von Philippe Coutinho für 160 Millionen Euro an den FC Barcelona. Richtig gehe vor teuer, meinte Klopp.

Sein Leipziger Kollege, Ralph Hasenhüttl, geht jedenfalls von einem Verbleib Keitas für den Rest der für RB wichtigen Saison aus. Das Thema hat großes Reizpotenzial. Auf die Frage, ob er womöglich einen eigenen neuen Vertrag von Keita abhängig mache, entgegnete Hasenhüttl ein wenig wirsch: «Über Was-Wäre-Wenn-Fragen mache ich mir zwei Tage vor dem Spiel gegen Schalke keinen Kopf und möchte auch nicht drauf antworten.» Legt Liverpool auf die kolportierte Gesamtsumme von rund 70 Millionen noch mal 20 Millionen drauf, soll RB laut «Bild» (Freitag) «sehr wohl bereit sein», Keita vorzeitig zu verabschieden - entgegen aller bisherigen öffentlichen Beteuerungen.

Die Situation ist nicht leicht für die Club-Bosse. Keita ist eine der zentralen Figuren im RB-Spiel. Ähnlich wie Emil Forsberg: Der Schwede, um den es auch immer wieder mal Wechsel-Spekulationen gab, fehlt aber ohnehin gegen Schalke, seit Anfang Dezember hat er wegen einer Bauchmuskelzerrung nicht mit der Mannschaft trainiert.

Ebenso nicht dabei sein kann Marcel Halstenberg, für den deutschen Nationalspieler kommt ein Einsatz nach dreifacher Mittelhandfraktur noch zu früh. Ob Auswahlkollege Werner von Beginn an gegen die Knappen aufläuft, ließ Hasenhüttl offen. Der Angreifer verpasste wegen eines Infekts mehr als die Hälfte der Rückrunden-Vorbereitung.

Nicht die besten Vorzeichen für RB, das am Ende der zweiten Halbserie unbedingt wieder in die Champions League einziehen und mit einer glänzenden internationalen Aussicht auch wichtige Spieler weiter langfristig an sich binden will. Das Gute aus Leipziger Sicht: Neben den Schalkern (2.) müssen auch Borussia Dortmund (3.), Bayer Leverkusen (4.) und Spitzenreiter FC Bayern noch in der mittlerweile vereinseigenen Red Bull Arena antreten.

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