Kein Zweitliga-Aufsteiger?

14. Februar 2013, 22:23 Uhr
Markus Schweer. (Foto: Storch)

Im Gespräch mit der WZ-Sportredaktion hat der Eishockey-Obmann des Eissportverbandes Nordrhein-Westfalen (LEV NRW) am Donnerstagabend eine Eis-Bombe platzen lassen und begründet seine Aussage mit der fristlosen Kündigung des ESBG/LEV-Kooperationsvertrages durch ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger. Die Verknüpfung zwischen der 2. Bundesliga und den Oberligen sei damit seitens der ESBG, die den Zweitliga-Spielbetrieb organisiert, aufgelöst worden.

Folglich werde es auch keine Relegationsspiele zwischen einem Zweitligisten und den unterlegenen Oberliga-Finalisten geben. Eine derartige Verzahnung war seitens der ESBG immer wieder kolportiert worden.

»Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Absprache zwischen der ESBG und den durch die Landesverbände geführten Oberligisten. Anderslautende Meldungen sind schlichtweg falsch, beziehungsweise frei erfunden«, hatten die LEV’s Niedersachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen bereits im September auf ihrer Internet-Präsenz klar Stellung bezogen.

Schon im April hätten laut Schweer die Landesverbände gemeinsam mit DEB-Präsident Uwe Harnos und dem damaligen ESBG-Geschäftsführer Oliver Seeliger in Hannover ihre Durchführungsbestimmungen besprochen und sich klar auf lediglich einen Aufsteiger verständigt. »Und da kann ein Herr Jäger nicht im September kommen und ohne Rücksprache alles umkrempeln wollen. Immer wieder wird Planungssicherheit gefordert. Bei uns in NRW weiß jeder Klub spätestens im Juni, woran er ist«, erklärt Schweer seine Haltung; »im Interesse unserer Vereine. Die Zeiten, in denen einzelne, dubiose Eishockey-Funktionäre machen konnten, was sie wollten, sollten lange vorbei sein.«

Die Kündigung des Kooperationsvertrags mit den LEV’s (und auch dem Deutschen Eishockey-Bund) war am 4. Dezember 2012 erfolgt und von den Landesverbänden zurückgewiesen worden. »Was Herr Jäger in seiner Funktion als Geschäftsführer der ESBG entscheidet, entbehrt jeglichem Sinn und Verstand«, wurde Dieter Hillebrandt, Präsident des Bayerischen Eissportverbands und Sprecher der LEV’s, in einer Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes zitiert. Noch vor dem Jahreswechsel habe die ESBG die Zusammenarbeit dann in einem Zweizeiler fristlos gekündigt. Eine Kündigung zum 31. Mai 2013 hingegen hätte die Freigabe für den Aufsteiger hingegen nicht beeinflusst, heißt es aus Funktionärskreisen.

Eine Tür lässt Schweer seinem Funktionärskollegen Jäger und den Zweitligisten, die ihre Liga gerne von 13 auf 14 Mannschaften aufstocken würden und mittelfristig einer weiteren Erhöhung der Teilnehmerzahl aufgeschlossen gegenüber stehen, allerdings offen. Über das Problem lasse sich reden, wenn schnellstmöglich die Rücknahme der Kündigung erfolge. »Erst dann, und nur dann, kann man über den ursprünglich vorgesehenen einen Aufsteiger sprechen. Wie im realen Leben: Die ESBG muss die Suppe, die sie sich selbst eingebrockt hat, auch selbst auslöffeln. Und auf unsere Hilfe sollte sie sich aufgrund des Vertrauensbruchs nicht verlassen«, sagt Schweer. Welche Bedeutung einer möglichen Playdown-Runde der Zweitligisten zukommt und ob diese überhaupt ausgespielt wird, erscheint aktuell offen.

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