Bekanntes Gesicht

Marcel Kopp hat Rückkehr im Hinterkopf

Marcel Kopp ist in der Wetterauer Fußball-Szene ein bekanntes Gesicht. Mittlerweile ist der Spielertrainer aber bei der Usinger TSG aktiv. Die heimischen Teams hat Kopp aber weiterhin im Blick.
14. November 2017, 07:00 Uhr
Marcel Kopp ist in seinem zweiten Jahr als Spielertrainer des Verbandsligisten Usinger TSG. Davor lief er für die KSG Bönstadt und den SV Nieder-Wöllstadt auf. (Foto: Rhode)

Marcel Kopp ist in der Wetterau kein Unbekannter. In der Jugend bei der KSG Bönstadt und dem SV Nieder-Wöllstadt aktiv, spielte der heute 29-jährige Stürmer im Seniorenbereich zwei Jahre für die »Roten«. Danach machte der Anhänger von Borussia Mönchengladbach zum ersten Mal Station bei Verbandsligist Usinger TSG, ehe es nach fünf Spielzeiten in die Hessenliga zu den Sportfreunden Seligenstadt ging. Mittlerweile ist Kopp wieder zurück in Usingen, agiert dort im zweiten Jahr als Spielertrainer und belegte mit seinem Team in der vergangenen Spielzeit Platz acht in der Verbandsliga Süd. Im Interview spricht »Koppi« unter anderem über seine persönlichen Ziele und seine Erwartungen an seine Mannschaft.

Herr Kopp, sportlich läuft es momentan nicht rund. Nach einem sehr guten Saisonstart steht Ihr Team derzeit »nur« auf Tabellenplatz acht...

Marcel Kopp: Wir haben zu Rundenbeginn vieles richtig gemacht und keine verletzten Spieler zu ersetzen. Daher konnte die Mannschaft ihr volles Potenzial zeigen. Mit den ersten Verletzungen und auch Urlaubern während der Runde konnten wir dieses Niveau nicht halten und mussten in Spielen, in denen wir eigentlich die bessere Mannschaft waren, Punkte liegenlassen. Unser Kader ist in der Breite nicht gut genug, um Ausfälle von Tim Pelka, Pascal Bretschneider oder mir adäquat zu ersetzen.

In den jüngsten vier Spielen konnte Ihr Team nur ein Punkt verbuchen. Warum?

Kopp: Zum einen hängt das, wie schon erwähnt, mit unserem dünner Kader zusammen. Außerdem hatten wir Urlauber und Verletzte. Wenn dann noch individuelle Fehler hinzukommen, die Mannschaft nicht ausreichend nach hinten arbeitet und im Sturm nicht zwingend agiert, dann ist es in jeder Liga schwer, Spiele erfolgreich zu gestalten.

Vor der Winterpause geht es noch gegen den SV FC Sandzak Frankfurt, Vatanspor Bad Homburg und den FC Bensheim, die allesamt in der Tabelle nicht weit weg sind. Was sind Ihre Ziele für diese Spiele?

Kopp: Wenn wir über die Winterpause in Ruhe arbeiten wollen und nicht mit Druck in die Rückrunde starten wollen, sollten wir mindestens sechs Punkte holen.

Die zweite UTSG-Mannschaft spielt in der Kreisoberliga, die A-Jugend in der Kreisliga. Sind Verstärkungen möglich?

Kopp: Leider nein. Zwar ist man in Usingen mit einer guten Jugendarbeit und fast ausschließlich lizenzierten Trainern bemüht, den eigenen Nachwuchs für den Verbandsligakader auszubilden, doch momentan reicht dies noch nicht.

In Ihrem Kader finden sich viele Spieler, die bereits in Wetterauer Vereinen aktiv waren – zum Beispiel Nils Arne Wielpütz, Pascal Bretschneider oder Otto Weber. Was ist an der Usinger TSG so reizvoll?

Kopp: Im Wetteraukreis gab es mit dem FV Bad Vilbel lange Zeit nur einen Verein in der Verbandsliga. Wer also ambitioniert Fußball spielen wollte, und nicht nach Bad Vilbel gehen wollte, der musste nach Alternativen suchen. Und wir bieten diese Alternative.

Verletzungsfrei bleiben

Welche Spieler aus der Wetterau könnten Sie sich in Ihrem Kader vorstellen?

Kopp: Sebastian Volp aus Nieder Weisel schätze ich sehr. Von seiner Art und seinem Talent würde er hervorragend zu uns passen. Außerdem ist Dominic Reichardt aus Steinfurth jemand, der unserem Anforderungsprofil entspricht. Es ist aber zweitrangig, wo Spieler herkommen.

Wie lauten Ihre persönlichen Ziele für diese Saison, und welche Ziele hat Ihr Team?

Kopp: Ich möchte endlich mal über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei bleiben. Seit ich in Usingen bin, haben mich diverse Verletzungen immer wieder zu Pausen gezwungen. Außerdem möchte ich ein Training anbieten, welches das Niveau meiner Spieler hebt, aber gleichzeitig abwechslungsreich ist. Wenn das klappt, werden wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen.

Ist es für Sie vorstellbar, wieder ein Team aus der Wetterau zu trainieren?

Kopp: Ich kann mir sehr gut vorstellen, wieder eine Wetterauer Mannschaft zu coachen. Die Ligazugehörigkeit spielt keine große Rolle für mich. Wenn das Konzept stimmt und die handelnden Personen ein Ziel vor Augen haben, kann man über alles reden.

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