Alles oder nichts – Patriots wollen in die Bundesliga

Alles oder nichts! Am Samstag (18.30 Uhr) spielen die Rhein-Main Patriots und die Düsseldorf Rams um das letzte freie Ticket für die Skaterhockey-Bundesliga-Saison 2018.
02. November 2017, 23:00 Uhr
Alexander Blum und Dennis Schlicht wollen am Samstagabend mit den Rhein-Main Patriots den Aufstieg in die Bundesliga feiern. (Foto: Chuc)

Mit 250 bis 300 Zuschauern rechnen die Gastgeber; vergleichbar viele Anhänger waren zuletzt im Jahr 2004 zum Europapokal-Turnier in der Stadt Niddatal gekommen.

»Wir sind überzeugt, dass es alleine an uns liegt, dieses Spiel zu gewinnen. Das Selbstvertrauen und die Qualität haben wir«, sagt Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter der Patriots, die zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Spiel eins der Best-of-three-Serie hatte der Süd-Gruppen-Champions mit 11:8 nach Verlängerung gegen den achtfachen deutschen Meister aus dem Rheinland gewonnen. Am Samstag unterlag die Mannschaft aus Assenheim dann in Düsseldorf mit 11:12, nachdem zuvor ein 7:11-Rückstand ausgeglichen worden war. Mit Max Keusen (verletzt) und Jan Barta (privat verhindert) werden den Patriots am Samstag zwei Schlüsselspieler fehlen.

Über spielentscheidende Faktoren, die Entwicklung nach dem Abstieg 2015 und einen möglichen Bundesliga-Aufstieg als Herausforderung haben wir mit Kapitän Alexander Blum und Leistungsträger Dennis Schlicht gesprochen.

Dennis Schlicht und Alexander Blum, was spricht mit Blick auf Spiel drei für Assenheim? Warum steigen die Patriots am Samstag auf?

Dennis Schlicht : Zu Hause haben wir in dieser Saison noch kein Spiel verloren, und ich denke, auch in Düsseldorf waren wir die bessere Mannschaft. Nur der Kopf war nicht über komplette 60 Minuten im Spiel. Das hat uns den Sieg gekostet

Alexander Blum: Wir haben eine sehr konstante Saison gespielt; mit wenigen negativen Ausschlägen. Die jungen Spieler haben aus der Vergangenheit gelernt und sich entwickelt. Zudem spürt man eine unglaubliche Motivation.

Was zeichnet Düsseldorf aus?

Blum: Düsseldorf geht ein sehr hohes Tempo, ist kampfstark. Die sind im ersten Spiel 40 Minuten nur gerannt. Wir müssen defensiv schlau spielen.

Schlicht: Die Rams haben drei Reihen, und jeder Spieler kann jederzeit ein Tor erzielen. Aber die Mannschaft ist auch sehr jung und unerfahren.

Was wird am Samstag entscheiden?

Schlicht: Das Über- und Unterzahlspiel. Und wir dürfen nicht frühzeitig in Rückstand geraten.

Blum: Ja, die Frage, wer von der Strafbank fern bleibt, wird eine zentrale Rolle spielen. Im Powerplay haben wir eine gute Quote. Was die Defensive angeht, müssen wir die zweiten Bälle kontrollieren.

Ist die Mannschaft reif für den Aufstieg?

Schlicht: Wir haben ja auch in dieser Saison nicht nur gegen Fallobst gespielt. In der Spitze hatte das eine oder andere Spiel Bundesliga-Niveau. Da haben wir uns gut verkauft. Bei einem Aufstieg hätten wir das dann allerdings Woche für Woche. Das ist dann sicher noch mal etwas anderes.

Blum: Eines ist völlig klar. Ohne Eishockey-Spieler ginge es nicht. Da fehlen auf höherem Level einfach die Ruhe und Erfahrung. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir nicht mehr derart von Eishockey-Spielern abhängig sind, wie wir es in der Vergangenheit einmal waren.

Dennis, Eishockey-Spieler standen in der Vergangenheit nur bis August zur Verfügung; wie in der aktuellen Saison beispielsweise Tim May, der in der Oberliga für die Saale Bulls Halle spielt. Ist Skaterhockey für Sie inzwischen aber mehr als ein sommerlicher Zeitvertreib?

Schlicht: Wer den Sommer über Aufwand betreibt und quer durch Deutschland fährt, der will natürlich auch dabei sein, wenn nun die Entscheidung fällt. Als Eishockey-Profi in der zweiten oder dritten Liga ist das eine andere Geschichte. Das funktioniert nicht. Jetzt, da ich in Neuwied in der Regionalliga spiele, ist das eher akzeptiert.

Alexander Blum, in der Saison 2015 sind die Patriots am Ende oft mit einer Mini-Truppe zu den Auswärtsspielen gefahren. Es hagelte Absagen. Die Stimmung war schlecht. Was hat sich in den vergangenen beiden Jahren verändert?

Blum: Ich glaube, der Abstieg hat uns rückblickend betrachtet, gut getan; gerade den jüngeren Spielern. In der Bundesliga haben diese oft nur auf der Bank gesessen. Das ist natürlich frustrierend. Jetzt bekommen sie Spielanteile, und natürlich steigt mit jedem Sieg auch die Stimmung und die Vorfreude auf die nächste Partie.

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