Tolle Entwicklung

Neuzugang aus der B-Liga: Schießt er Gruppenligist SKV Beienheim zum Klassenerhalt?

Wenn ein Fußballspieler zwei Klassen überspringt, dann muss er oft zunächst auf der Bank sitzen. Für Leon Hirzmann aus Nieder-Mörlen geht es aber steil bergauf
12. Oktober 2017, 07:00 Uhr
Der Beienheimer Leon Hirzmann findet in dieser Szene einen Mitspieler, ehe ihn die Friedberger Eugen Rack (links) und Malte Strothmann stoppen können. (Foto: nic)

In seinem jüngsten Einsatz erzielte Leon Hirzmann drei Treffer und hatte somit großen Anteil am 4:2-Erfolg des Gruppenligisten SKV Beienheim bei der Spvgg. Griesheim. Nach nur elf Spieltagen ist der 19-jährige Stürmer aus der SKV-Stammelf nicht mehr wegzudenken. 35 Treffer erzielte er in der vergangenen Spielzeit im Trikot des A-Liga-Aufsteigers SV Ober-Mörlen. In dieser Runde hat er bereits achtmal getroffen. Doch mit seinen bisherigen Leistungen gibt sich der Torjäger nicht zufrieden. Das Toreschießen ist ihm allerdings nicht so wichtig.

In Ihrer ersten Gruppenliga-Saison sind Sie bereits Stammspieler. Hätten Sie das im Sommer für möglich gehalten?

Leon Hirzmann: Ich hatte es für möglich gehalten, dass ich mich durchsetzen kann. Dass es aber so schnell ging, hat mich sehr überrascht. Ich hatte das Glück, dass ich zum richtigen Zeitpunkt nach Beienheim kam. Im Sommer hatte das Team viele Verletzte, so dass man in der Offensive sofort auf mich setzen musste. Ich fühle mich allerdings noch nicht als Stammspieler.

Gutes Verhältnis zum Trainer

Worin sehen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen der Gruppenliga und der Kreisliga B?

Hirzmann: Vor allem im körperlichen und athletischen Bereich sind die Unterschiede enorm. In der Gruppenliga sind die Spieler wesentlich robuster und gehen energischer in die Zweikämpfe. Diese Härte habe ich schon einige Male zu spüren bekommen. Zuletzt musste ich am vergangenen Dienstag im Spiel bei der Spvgg. Oberrad (Beienheim verlor mit 0:2, Anm. d. Red.) sogar verletzt raus, weil ich zu viel abgekommen hatte. Auch in taktischer Hinsicht sind die Unterschiede immens, denn in der Gruppenliga wird viel mehr variiert. Ich habe mich aber schnell rein gefunden und schnell verstanden, was unser Trainer Karl-Heinz Stete von mir will. Wir haben ein sehr gutes, lockeres Verhältnis zueinander. Er redet viel mit mir und bringt mich dadurch weiter. Manchmal wähle ich noch die falschen Laufwege, was ihm sofort auffällt.

Nach elf Spieltagen haben Sie acht Treffer auf dem Konto. Was macht Sie so stark?

Hirzmann: Ich denke, dass mir meine Schnelligkeit und Wendigkeit in der Gruppenliga sehr zugute kommt. Dadurch habe ich die Möglichkeit, meine Gegenspieler zu überlaufen, nachdem ich den Ball bekommen habe. An meinem Antritt habe ich aber im Sommer nicht speziell gearbeitet. Mein Fokus lag auf meiner Ausdauer, die ich für die Gruppenliga verbessern musste. Jetzt bin ich voll auf der Höhe.

Wie schwer ist Ihnen die Umstellung im Training gefallen?

Hirzmann: Die Vorbereitung war sehr hart. Anstatt zweimal pro Woche stand ich viermal pro Woche auf dem Platz. Mittlerweile trainiere ich genauso häufig wie in der vergangenen Saison in Ober-Mörlen, aber die Intensität ist eine ganz andere. Das Training ist nicht nur körperlich anstrengender, sondern auch wesentlich anstrengender für den Kopf. Denn wir besprechen sehr viele taktische Dinge, die man erst einmal verinnerlichen muss. Das liegt mir aber, da ich in meiner Jugendzeit (u.a. bei Kickers Offenbach und beim KSV Klein-Karben, Anm. d. Red.) bereits sehr taktiklastig trainiert und gespielt hatte. Im Team habe ich mich von Beginn an sehr wohl gefühlt. Ich sehe mich nicht in einer speziellen Rolle, sondern will dem Team in allen Situationen weiterhelfen.

Als Torvorbereiter glänzen

Ihr Team ist für einen Aufsteiger sehr solide aus den Startlöchern gekommen. Was ist in dieser Spielzeit noch drin?

Hirzmann: Mein Traum ist es, dass wir die Saison im oberen Tabellendrittel abschließen. Unser primäres Ziel ist aber der Klassenerhalt. Obwohl derzeit nicht so viel dafür spricht, dass wir unten reinrutschen, heben wir nicht ab. Ein Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld sollte allemal realistisch sein.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich für die nächsten Monate gesetzt?

Hirzmann: Ich will mich vor allem im körperlichen und taktischen Bereich weiter verbessern. Außerdem ist es mein Ziel, verstärkt als Torvorbereiter in Erscheinung zu treten. Das ist mir mindestens genauso wichtig wie selbst zu treffen. Wenn ich am Saisonende 20 Treffer auf dem Konto haben sollte, wäre das toll, aber mir wäre es nicht so wichtig. Für mich geht es in den nächsten Monaten vor allem darum, mich zu beweisen. Denn natürlich wäre es eine tolle Sache, wenn ich irgendwann einmal die Chance bekommen würde, in der Verbandsliga zu spielen.

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