Skaterhockey

Assenheim legt nach Verlängerung vor

Skaterhockey-Krimi in Assenheim: Die Rhein-Main Patriots leben beim Erfolg gegen Düsseldorf vom effizienten Powerplay und einer starken Debütantin. Ein Sieg fehlt nun zur Bundesliga-Rückkehr.
07. Oktober 2017, 23:11 Uhr
Max Keusen (hier ein Archivbild aus der Vorrunde) erzielt drei Treffer beim Sieg der Rhein-Main Patriots gegen Düsseldorf. (Foto: Chuc)

Assenheim legt vor. Die Rhein-Main Patriots haben zum Auftakt der »Best-of-three«-Serie um den Aufstieg in die Skaterhockey-Bundesliga gegen die Düsseldorf Rams gewonnen; mit 11:8 (4:4, 3:4, 1:1/3:0) nach Verlängerung. Den 200 Zuschauern in der Inlinehalle in Assenheim wurde über insgesamt 80 Netto-Minuten das beste Heimspiel der Patriots seit dem Erstliga-Abstieg 2015 geboten.

»Die Einstellung hat den Unterschied ausgemacht. Jeder war für den anderen da, hat gekämpft und gerackert«, sagt Patriots-Stürmer Max Keusen. Mehr als 50 Minuten lang war die Mannschaft von Stefan Napravnik während der regulären Spielzeit einem Rückstand von bis zu drei Treffern hinterher gelaufen (5:8), drehte die Partie aber mit sechs Toren in Serie. Keusen selbst leistete ein immenses Pensum, verließ das Spielfeld teilweise minutenlang nicht, während seine Nebenleute wechselten. Wie die Brüder Dennis und Sven Schlicht war auch Keusen dreifacher Torschütze am Samstag. Zweimal war zudem Jan Barta für die Hessen erfolgreich.

Neben diesem Quartett stach Carolin Walz heraus. Die Torhüterin kam in der 41. Minute für Felix Dombrowsky zwischen die Pfosten und damit zu ihrem überraschenden Debüt für die Patriots. Die 21-Jährige war von ihrem Ex-Klub aus dem Rheinland nicht ein einziges Mal zu bezwingen. Als eine »Bauchentscheidung« erklärte Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter der Patriots, den Wechsel auf der Torwart-Position nach dem zweiten Abschnitt. »So oft hat man eine solche Situation nicht. Aber ich bin sehr stolz auf sie«, sagt Keusen, der mit Walz liiert ist.

 

Walz bei Debüt ohne Gegentor

 

Das Momentum wechselte in der Schlussminute des zweiten Drittels. Mit 5:8 lag Assenheim zurück, als Keusen mit zwei Treffern binnen weniger Sekunden auf 7:8 verkürzen konnte. Der siebte Treffer fiel zwei Sekunden vor der Pausensirene, und er hinterließ Wirkung bei den Gästen. 40 Minuten lang hatte Düsseldorf den Takt angegeben. Die jungen Rheinländer machten läuferische und stocktechnische Vorteile deutlich und waren zudem enorm ausgeglichen besetzt. Bei den Patriots, die mit Tim May (Eishockey-Profi) und Tobias Etzel (beruflich verhindert) zwei ihrer drei besten Scorer zu ersetzen hatten - zudem fehlte Andre Gabler als Stabilisator in der Abwehr - konzentrierte sich derweil alles auf die Schlicht-Brüder, auf Barta, Keusen und deren Powerplay-Effizienz. Vier der ersten sechs Überzahl-Situationen nutzte jenes Quartett zu vier Treffern, die Assenheim im Spiel hielten.

Möglicherweise hatte Düsseldorf, der Nord-Gruppen-Zweite, angesichts einer Drei-Tore-Führung die Partie im Kopf zwischenzeitlich schon abgehakt. Ab dem letzten Drittel fehlten den Gästen, die ein hohes Tempo gegangen waren und kraftraubend agiert hatten, jene Frische, Konzentration und Genauigkeit der ersten 40 Minuten. Vier Minuten vor dem Ende kam Assenheim zum 8:8-Ausgleich, der die Verlängerung über zweimal zehn Minuten ohne Suddendeath bedeuten sollte.

Längst stellte sich die Kraft-Frage. Das Patriots-Vorhaben, mit drei Blöcken zu agieren, war von zahlreichen Über- und Unterzahl-Situationen durchkreuzt wurden, so dass Assenheim früh auf zwei Blöcke umgestellt hatte. Letztlich waren es aber die Hausherren, die zuzulegen hatten und zwei Minuten vor dem Ende mit dem Treffer zum 11:8-Endstand den Sack zuschnürten. »Ein Sieg - das bedeutet noch gar nichts«, sagt Sven Schlicht.

Am 28. Oktober treffen beide Mannschaften in Düsseldorf aufeinander. Spiel drei ist für 4. November terminiert.

Rhein-Main Patriots: Dombrowsky (ab 41. Walz) - Blum, Keusen (3), Aletter, Dennis Schlicht (3), Neumann, Barta (2), Sven Schlicht (3), Schneider, Lachmann, Juli, Rosandic, Schardt, Schäfer.

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