Doppelte Freude

»Nie wieder Relegation«

Der FC Kaichen musste zum Abschluss der Fußball-Saison 2016/17 gleich mit beiden Mannschaften in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. »Nie wieder« , hofft Spielertrainer Patrick Ofcarek.
19. Juni 2017, 07:00 Uhr
Szenen der Erleichterung: Der FC Kaichen feiert am Traiser Wäldchen den Kreisoberliga-Klassenerhalt. Wenige Tage später setzen sich die Niddataler auch in der Relegation zur Kreisliga B durch.

Eine turbulente Saison endet für den FC Kaichen dann doch noch versöhnlich; mit dem Klassenerhalt in der Fußball-Kreisoberliga und der Kreisliga B. In der Relegation setzten sich die Mannschaften von Patrick Ofcarek (im fünften Jahr beim FCK) jeweils gegen den Traiser FC durch. Direkte Relegationsduelle von gleich zwei Teams eines Vereins hatte es im Kreis Friedberg noch nicht gegeben. Für beide Mannschaften am Ende wegweisend in der Torschützenliste zu finden: Niklas Rau, den man hierzulande auch als ambitionierten Unparteiischen kennt.

Am 11. Juni um 18.45 Uhr beendete der Schlusspfiff im Endspiel um den letzten freien Platz in der Kreisliga B eine FCK-Saison mit vielen Höhen und Tiefen. In Friedberg war Blau-Weiß Espa von der FCK-Reserve mit 4:0 besiegt worden. Der FC Kaichen II, der sich zuvor in einem Hin- und Rückspiel gegen den Traiser FC II mit 7:1 durchgesetzt hatte, bleibt damit B-Ligist. Weitaus dramatischer verliefen die Relegationsspiele der beiden ersten Mannschaften von Kaichen und Trais. Das Ofcarek-Team hatte zunächst einen 3:1-Heimsieg eingefahren, musste in Trais-Münzenberg nach einem Gegentor in der Nachspielzeit aber in die Verlängerung. In der Verlängerung erzielte Rau das 3:4, was den Kaichenern in der Gesamtrechnung einen 6:5-Sieg bescherte und den Klassenerhalt bedeutete.

Fünf Relegationsspiele vom 2. bis 11. Juni waren für die Anhänger, Spieler, Vorstandsmitglieder und auch Trainer Patrick Ofcarek Nerven aufreibend. »Ich möchte nie mehr Relegation spielen«, sagt Ofcarek und schob nach: »Auch wenn diese verkorkste Saison phantastisch endete: Das geht an die Substanz. Zudem steht die Vorbereitung zur neuen Runde bald an. Jeder Fußballer muss einmal Pause haben und abschalten können, damit er hungrig die Vorbereitung beginnt.«

Diese Voraussetzungen waren vor Jahresfrist nicht gegeben. Bei beiden Mannschaften hatten die Neuzugänge die Abgänge nicht kompensieren können. Zudem war die Verletztenliste länger als in den Jahren zuvor, ließ die Trainingsbeteiligung etwas zu wünschen übrig. Patrick Ofcarek wurde die alleinige Verantwortung für beide Mannschaften übertragen.

In der Winterpause ergänzten Benjamin Bulone und Markus Fröhlich, dessen Tore maßgeblich der Zweiten halfen, den Kader. Fröhlich wird jetzt wieder nach einem halben Jahr zum VfR Ilbenstadt zurückkehren. Auch zeigten viele Spieler eine andere Einstellung. Sie hatten, meint Ofcarek, »das Leistungsniveau ihrer beiden Klassen unterschätzt«. Das Coaching der Zweiten übernahm nun Antonio Rosini, der der KOL-Mannschaft verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Speziell die Zweite entwickelte sich zu einer guten Einheit, die letztlich den Klassenerhalt schaffte.

Vorstand verjüngt

Als wichtigen Schub außerhalb des grünen Rasens bezeichnet Ofcarek die Mitgliederversammlung, in deren Rahmen der Vorstand verjüngt wurde. Altbewährte Kräfte, die für das Gemeinschaftsgefühl beim FC Kaichen sorgten, traten ab. Dies waren Herbert Kollosche, Lothar Ebert, Karl Stier, Michael Kuhn, Stefan Koschorr, Ina Ebert und Gabi Poser. »Sie hinterließen ein gut bestelltes Feld, das wir übernahmen«, betont Sportvorstand Torsten Ofcarek und ergänzt: »Es wird unsere Aufgabe sein, dieses Wohlgefühl im Verein weiter zu pflegen.«

Der FC Kaichen sei eine gute Anlaufstelle für Spieler geworden. Den aktuellen vier Abgängen stehen neun Neuzugänge gegenüber. »Hier haben mein Bruder Torsten und unser neuer Pressewart und Spielausschussmitglied Boris Vetter sehr gute Arbeit geleistet und primär auf junge Spieler geschaut«, lobt der Trainer. Mit Edi Kliem steht ein Kaichener Urgestein dem Spielausschuss vor. »Ich mache noch eine Periode weiter. Es macht Spaß, mit den jungen Leuten zusammen zum Wohle des Kaichener Fußballs zu wirken«, sagt Kliehm.

Beim FC Kaichen blickt man zuversichtlich auf die neue Saison. Patrick Ofcarek glaubt, dass die Spieler aus den Tiefen der abgelaufenen Runde gelernt haben. Man könne zuversichtlich nach vorne schauen und seinen persönlichen Wunsch, nie wieder eine Relegation zu spielen, erfüllen.

Am 14 und 15. Juli findet der Niddataler Stadtpokal in Kaichen statt; erstmals ohne Zweitmannschaften, da nur Kaichen hierfür gemeldet hatte. Das Ziel der Ersten im Kräftemessen mit der KSG Bönstadt, dem VfR Ilbenstadt und dem SV Assenheim ist die Verteidigung des Titels aus dem letzten Jahr.

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