Erinnerung

Vor vier Jahren: EC Bad Nauheim wird Oberliga-Meister

Vier Jahre ist her, seitdem der EC Bad Nauheim im Oberliga-Finale in Kassel mit 3:2 die Oberhand behält - und in die DEL 2 aufsteigt. Wir erinnern an den Meilenstein der Wetterauer Eishockeygeschichte.
21. April 2017, 14:05 Uhr
Heute vor vier Jahren: Die Roten Teufel sind Oberliga Meister. Ihre Freude nach dem Sieg im Spiel 5 des Playoff-Finales der Eishockeyoberliga 2012/13 bei den Kassel Huskies kennt keine Grenzen. (Archivfoto: Chuc) (Foto: A. Chuc (www.chuc.de))

Vor vier Jahren saßen sie wahrscheinlich noch beim Mittagessen, ehe um 14.30 Uhr Abfahrt war. Vor vier Jahren gelang dem EC Bad Nauheim Einmaliges. Nach neun Jahren in der Oberliga gewinnen die Roten Teufel das entscheidende fünfte Finalspiel bei den Kassel Huskies mit 3:2 in der Verlängerung - und steigen damit in die Deutsche Eishockey-Liga 2 auf, in der sie bis heute spielen. Erst vor wenigen Wochen wurde der erneute Klassenerhalt in den Playdowns festgemacht.

Von einem "Meilenstein" spricht WZ-Sportredakteur Michael Nickolaus noch heute, der auch damals mit seinem Kollegen Michael Wiener im Kasseler Stadion die Partie verfolgt hatte. 69:02 Minuten hatte es gedauert, bis der kollektive Bad Nauheimer Jubel entbrannte. In der Partie gegen die zuvor in neun Heimspielen hintereinander in der Verlängerung erfolgreichen Kasseler hatten die Roten Teufel gekämpft wie die Löwen, waren durch Tim May zum 1:1 nach frühem Rückstand gekommen, ehe Josiah Anderson gar das 2:1 gelang. Nach dem Ausgleich im zweiten Drittel wollte im dritten Spielabschnitt kein Treffer mehr fallen - auch weil Thomas Ower im EC-Kasten zr Höchstform auflief. Der Rest ist Geschichte: Brad Miller versetzt den Huskies den Todesstoß.

 
Fotostrecke: Blick ins Archiv: Der EC Bad Nauheim wird Oberliga-Meister

Es folgte eine rauschende Partynacht, in der ein von der WZ befragter Fan zu Protokoll gab: "Ich gehe seit 40 Jahren zum Eishockey, aber diese Mannschaft und diese Meisterschaft ist etwas Besonderes." Auf dem Bad Nauheimer Marktplatz wird gehupt und geschrieben, rund 800 Fans hatten im Colonel-Knights-Stadion beim Public Viewing mitgefiebert. In Kassel feiern die Cracks erst auf dem Eis, dann in der Kabine und schließlich im Bus, zu dem sie von einem Spalier aus Fans geleitet werden. Weit nach 1 Uhr in der Nacht empfangen die Fans den Bus in der Kurstadt - jetzt geht die Party erst richtig los.

Bis 6 Uhr am nächsten Morgen dauert die Feier, nachmittags geht es schon wieder weiter, als die Mannschaft um Trainer Frank Carnevale im heimischen Stadion von abermals rund 800 begeisterten Fans in die Sommerpause verabschiedet wird. Fazit: Eine Stadt steht Kopf.

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