Erfolgreich

Tortell überrascht über 800 Meter

Bei den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften hat sich der Rendeler Marc Tortell von seiner besten Seite gezeigt. Auch der Friedberger Sprinter Steven Müller glänzte.
06. Juli 2017, 12:00 Uhr
Auf und davon: Steven Müller von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach lässt der Konkurrenz über die 200-Meter-Distanz keine Chance. (Foto: ras)

Das erste Ferienwochenende hätte für die Leichtathleten Steven Müller und Marc Tortell nicht besser verlaufen können. Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Aktiven und U18 in Wetzlar gewannen sie jeweils Gold. Steven Müller von der LG OVAG TSV Friedberg-Fauerbach holte über 200 Meter den Titel, Marc Tortell vom TV Rendel setzte sich über 800 Meter durch. Gold gewann die 4x100 Meter der LG/TSV Friedberg-Fauerbach.

LG/TSV Friedberg-Fauerbach: Eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt der Leichtathleten, den deutschen Meisterschaften in Erfurt, hat Steven Müller von der LG ovag Friedberg-Fauerbach seine herausragende Form mit zwei Süddeutschen Meistertiteln unterstrichen. Über 200 Meter sicherte er sich die Goldmedaille in neuer Bestzeit von 20,85 Sekunden. »So kann es weitergehen in Erfurt«, sagte Müller hinterher. Für die Kreisstädter lief es gleich doppelt gut, denn Lars Hieronymi lief hinter seinem Teamkollegen auf Rang zwei ins Ziel. Auch er verbesserte seine Bestzeit, kam in 21,17 Sekunden ins Ziel. Mit der Staffel über 4x100 Meter erkämpfte sich die LG ovag eine weitere Goldmedaille. Gordon Porsch, Lars Hieronymi, Steven Müller und Janis Schmidt wurden in 41,14 Sekunden Süddeutsche Meister vor den Teams aus Karlsruhe und der StG. Heilbronn/Neckarsulm. Silber holten die noch Jugendlichen Clint Dotzert, Manuel Christof, Robin Flach und Nils Eckhardt über 4x400 Meter in 3:29,77 Minuten. Die letzte Medaille für die Kreisstädter gewann Stabhochspringer Gordon Porsch. Er überquerte seine Einstiegshöhe von 5,00 Metern, ließ die nächste Höhe aus, scheiterte dann an 5,20 Meter. Am Ende teilte sich Porsch die Goldmedaille mit dem höhengleichen Leo Lohre (Sindelfingen). Über 100 Meter schaffte es Lars Hieronymi im Einzel ins Finale der schnellsten acht Sprinter. Hier steigerte er sich auf 10,68 Sekunden und wurde Achter.

Bei den Frauen gab es zwei Mal »Blech«: Die 4x100-Meter-Staffel mit Abike Tabel, Anna Hülsmann, Alina Schneider und Gesa Kratzsch finishte in 48,07 Sekunden als viertbestes Team. Dasselbe Ergebnis sprang über 4x400 Meter heraus. Das Quartett in der Besetzung Selina Weber, Anna Hülsmann, Elena Kleinpaß und Abike Tabel kam auf 4:00,08 Minuten. Staffelläuferin Gesa Kratzsch konnte zudem über die 100-Meter-Hürden mit einer Zeit von 14,35 Sekunden den fünften Platz verbuchen. Im Weitsprung lief es für die Kreisstädter Athleten nicht so gut: 5,87 Meter sprang Kratzsch, was für den sechsten Platz reichte. Über 800 Meter lief Sophie Burkhardt in neuer Bestzeit (2:15,80 Minuten) auf den elften Rang. Im Sprint kam Alina Schneider im Vorlauf über 100 Meter auf 12,50 Sekunden. Die doppelte Strecke lief sie in 26,73 Sekunden. Schneller war Anna Hülsmann (25,82 Sekunden) unterwegs.

In der männlichen Jugend U18 sprintete Alexander Decher die 100 Meter in 11,62 Sekunden. Bei den Mädchen kämpfte sich Anne Schröder ins B-Finale über 200 Meter, erzielte dort eine neue Bestzeit (26,08 Sekunden) und wurde Fünfte. Über 100 Meter rannte Schröder im Zwischenlauf 12,59 Sekunden. Wiebke Linek kam über 100 Meter auf 12,87 und über 200 Meter auf 26,82 Sekunden. Elena Rieschel finishte die 100-Meter-Distanz im Vorlauf in 13,26 Sekunden. Über den Einzug ins B-Finale über die 100-Meter-Hürden konnte sich Lilli Thomalla freuen. Die LG-Athleten kam hier auf 15,03 Sekunden. Im Rennen über die Hürden auf der Stadionrunde stoppte die Zeit bei 68,49 Sekunden, was ihr Rang zwölf einbrachte. Dahinter landete Teamkollegin Eva Harr mit 69,40 Sekunden. Platz sechs erreichte die 4x100-Meter-Staffel aus der Kreisstadt. Elena Rieschel, Wiebke Linek, Anne Schröder und Lilli Thomalla kamen in 49,78 Sekunden ins Ziel. In den technischen Disziplinen war aus LG-Sicht in der Jugend nur Jenny Patrovsky am Start. Sie kam auf 30,97 Meter und wurde Neunte.

TV Rendel: Vorzeigeläufer Marc Tortell gewann zwei Medaillen. Am Samstag holte der Student zunächst die Silbermedaille über 1500 Meter mit neuer Bestzeit von 3:48,33 Minuten, am Sonntag sicherte er sich dann etwas überraschend der Titel über 800 Meter. Für eine neue Bestzeit reichte es in einem klassischen Meisterschaftsrennen mit abwartendem Taktieren zwar nicht, doch seine Zeit von 1:52,31 Minuten konnte sich sehen lassen. Als nächstes wird Tortell in Pfungstadt bei einem hochkarätig besetzten 800-Meter-Rennen an den Start gehen.

Espen Wick verbessert Bestzeit

Nach einem etwas uninspirierten Vorlauf, der ihm gerade noch so die Qualifikation für den Endlauf einbrachte, steigerte Hürdensprinter Espen Wick seine Bestzeit auf 14,96 Sekunden und unterbot somit erstmals die 15-Sekunden-Grenze. Dies reichte am Ende für einen respektablen sechsten Platz sechs. Wick startet nun am 29. Juli in Ingolstadt bei den Süddeutschen Meisterschaften der U23, an denen er letztmals teilnehmen darf. Nicht optimal lief es für die anderen beiden Rendeler Starter, Verena Roth (Stabhochsprung) und Verena Reuel (Hochsprung).

Die hoch gemeldete Verena Roth springt in diesem Jahr eigentlich konstant knapp unter der Qualifiaktionsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften (3,60 Meter). Aufgrund verbesserter Kraftwerte musste sie kürzlich auf einen härteren Stab umstellen, der nun bei Maximalbelastung sehr weich wird. Auch in Wetzlar sprang Roth mit diesem Stab und entschied sich für einen verkürzten Anlauf. Am Ende standen 3,40 Meter und Platz sechs zu Buche. Die Deutschen Meisterschaften in Jena am kommenden Wochenende hat sie somit verpasst. Dafür wird Roth Ende des Monats in Ingolstadt bei den Süddeutschen U23-Meisterschaften an den Start gehen. Für die ehemalige Süddeutsche U20-Vizemeisterin Verena Reuel ging es nach einer Wettkampfpause primär darum, Praxiserfahrungen auf höherem Niveau zu sammeln. Ihre Saisonbestleistung (1,65 Meter) konnte sie bei Nieselregen nicht einstellen und belegte mit 1,60 Metern Platz vier.

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