Hofgut eignet sich auch als Kino

Ranstadt (cat). Die Idee kam vom Gewerbeverein, die Unterstützung von der Gemeinde, und der Zuspruch war gigantisch. Das erste Open-Air-Kino im Hofgut Ranstadt stellte sich als Publikummagnet heraus. »Mamma Mia« lautete nicht nur der Titel des Musikfilms mit Meryl Streep und Pierce Brosnan.
06. August 2013, 13:38 Uhr
Hunderte Menschen bevölkern das Hofgut, fühlen sich mit »Mamma Mia« bestens unterhalten, genießen »Hugos« und Roastbeef-Brötchen und genießen die tropisch warme Nacht.

»Mamma Mia« hätte angesichts der erfolgreichen Premiere auch die Begrüßung von Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel und Gewerbevereinsvorsitzendem Michael Bergmann überschrieben sein können.

370 Stühle hatten die Gewerbevereinsmitglieder und die Bauhofmitarbeiter herangeschleppt – sie sollten nicht reichen. Bis zum Filmstart um 21.30 Uhr waren weitere Festzeltbänke herbeigeschafft worden, um den Besuchern, die zudem mit eigenen Stühlen das Hofgut bevölkerten, Sitzgelegenheiten anzubieten. Andere verweilten in der Nähe der Getränke- und Speisenstände an Stehtischen, und wieder andere hielt es nicht lange auf den Sitzen – sie tanzten am Rand und vor der Leinwand zu den Klängen von Abba.

Gewerbevereinsvorsitzender Michael Bergmann erzählte, man habe sich bei der Filmauswahl schwer getan, denn es sollte ein breites Publikum angesprochen werden. »Wir wollten etwas für die gesamte Familie und einigten uns deshalb auf diesen Musikfilm ab sechs Jahre.« Die Verantwortlichen waren in gleichfarbige T-Shirts gehüllt. »Wir haben extra auf die Jahreszahl verzichtet«, sagte Bergmann, »damit wir im nächsten Jahr dort weitermachen können, wo wir heute nach 108 Minuten bester Unterhaltung aufhören. « Einer Neuauflage des Sommerkinos steht also nichts mehr im Wege.

Der Gewerbeverein hatte sich mit seiner Veranstaltung eine Belebung des Hofguts erhofft. Dazu passte die Nachricht von Bürgermeisterin Reichert-Dietzel, dass die Gemeinde einen Förderbescheid erhalten habe, um ein Planungsbüro mit einer Entwicklungsstudie zu beauftragen (Bericht folgt ). Denn das seit Jahren ungenutzte Hofgut soll im Zuge touristischer Planungen umgewidmet werden. Im wirtschaftlichen Bereich könnten neben Gastronomie und Unterkünften auch ein Landbauernhof mit Direktvermarktung und Kunsthandwerk angesiedelt werden, ebenso wie Tagungen, Veranstaltungen und touristische Angebote aller Art. Im gemeinnützigen Bereich will man historische Landwirtschaft und Viehhaltung vorstellen, einen Hof- und Kräutergarten anlegen, altes Handwerk demonstrieren, einen Dorfladen etablieren, die Dorfgeschichte aufzeigen und Führungen, Exkursionen und Vorführungen anbieten. (Foto: Lutz)

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