CDU: Acht Meter hohe Lärmschutzwand nötig

22. April 2009, 20:40 Uhr
So könnte es künftig an der Usatalhalle aussehen, befürchten die Ober-Mörler Christdemokraten. (Fotomontage: pv)

Ober-Mörlen (en). Wenn heute Abend das Gemeindeparlament im Rittersaal tagt, steht unter Punkt 6 der Tagesordnung die Machbarkeitsstudie für das von SPD, FWG und den Grünen gewünschte Sport- und Kulturzentrum am Lekkerkerkplatz. Während der Gemeindevorstand zwei Varianten wegen zu hoher Schallemission bzw. zu hohen Kosten verworfen hat, die dritte aber weiter ausarbeiten lassen will, steht für die CDU die darin angedachte neue Halle neben der Usatalhalle bereits »vor dem endgültigen Aus«.

Das teilte Fraktionsvorsitzender Gerd-Christian von Schäffer-Bernstein mit, nachdem seine Fraktion die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie analysiert hatte.

Die vorgestellten Varianten seien nicht finanzierbar und »städtebaulich eine einzige Katastrophe«, wetterte Schäffer. Diese Meinung werde auch von den Fachplanern geteilt.

Der CDU-Politiker: »Die günstigste Variante weist Baukosten von 4,6 Millionen Euro aus. Mit den üblichen Preissteigerungen trifft das genau die 5 Millionen, die die CDU schon immer genannt hat.« Hinzu komme, dass eine gigantische Lärmschutzwand gebaut werden müsse. Die zu erwartenden Baukosten lägen ebenfalls im Millionenbereich.

Wesentlich dramatischer seien aber die städtebaulichen Folgen. Nach den derzeitigen Plänen müssten auf der östlichen Seite und Teilen der Süd- und Westseite Mauern mit bis zu acht Metern Höhe errichtet werden. Schäffer: »Die Auswirkungen auf das Ortsbild sind verheerend«.

Obendrein werde im Lärmschutzgutachten darauf hingewiesen, dass Nutzungseinschränkungen selbst dann noch drohen könnten, weil die Emissionswerte immer noch grenzwertig seien.

Auch der Zeitfaktor, der von den Befürwortern wiederholt angeführt worden sei, spreche gegen den Standort: Zunächst müsse eine Bauleitplanung eingeleitet werden. Da zum Bau der Halle das Baugelände selbst und benachbarte Flächen zwingend zum Gewerbegebiet umgewidmet werden müssten, seien langwierige Gerichtsverfahren zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund kritisiert die CDU-Fraktion scharf, dass der Gemeindevorstand die durch den krankheitsbedingten Ausfall von Bürgermeister Sigbert Steffens geänderten Mehrheitsverhältnisse ausgenutzt habe, einen Auftrag zur Planung dieser Variante in die Sitzung der Gemeindevertretung heute Abend einzubringen. »Wir halten das für unverantwortlicht«, sagte von Schäffer. Er erwarte, dass der Antrag zurückgezogen und zügig nach einem »vernünftigen« Standort gesucht werde.

Die CDU-Fraktion favorisiert nach wie vor den »In den Weiden«, da er neben der optimalen Lage den Vorteil habe, innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden zu können.

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