Niddatal

Sammeln für schnelles Internet

20. März 2015, 10:13 Uhr

Der Ausbau sei möglich über die Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen (mit dem Wetteraukreis und dem Vogelsbergkreis als Trägern) oder in Eigenregie.

Wegen der finanziellen Situation der Stadt hat Ilge ein Spendenkonzept entwickelt. Es sieht eine Anschubfinanzierung durch Spenden in Höhe von jeweils 100 Euro vor. Einige Dutzend Briefe mit Spendenzusagen sollen laut Ilge und Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel bereits bei der Stadt eingegangen sein. Ilge hat auf eigene Kosten 5000 Flyer drucken lassen, die in einigen Niddataler Geschäften ausliegen. Der Flyer kann auch auf der Netzseite www.dsl-niddatal.de betrachtet und heruntergeladen werden.

Ersten Schritt getan

Ilge sagt, dass bereits vor sechs Jahren von der Stadt eine Bedarfserhebung »Schneller Zugang ins Internet« gemacht wurde, ohne dass seither jedoch etwas für eine bessere Versorgung getan worden sei. 2009 sei es noch um Geschwindigkeiten von 1 bis 2 Mbit pro Sekunde gegangen. Heute gelte bereits die 25-fache Geschwindigkeit als angemessen. Technisch seien aber auch Geschwindigkeiten jenseits der 100 Mbit pro Sekunde möglich.

Mit dem Beitritt zur Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen sei erfreulicherweise bereits ein erster Schritt getan worden. Durch die Gesellschaft sollen die Straßenverteiler der Telekommunikationsanschlüsse mit Glasfaser versorgt werden. Dabei müssten nicht alle Bürgersteige aufgerissen und neue Hausanschlüsse gelegt werden. Zu befürchten sei aber, »dass die Stadt einen Rückzieher macht, sobald sich die Frage nach der Finanzierung des Breitbandausbaus stellt«. Anteilige Kosten von 100 000 bis 500 000 Euro seien zu erwarten.

Eine gute Internet-Anbindung sei mittlerweile jedoch wichtiges Kriterium bei der Wohnungssuche. Auch komme heute kein Handwerker mehr ohne eine leistungsfähige Anbindung ans Netz aus. Der Ausbau mit Glasfaser sei die einzige zuverlässige und dauerhafte Lösung für das Problem. Daher sei das Konzept der Anschubfinanzierung durch Spenden für den Breitbandausbau entwickelt worden.

Befürchtung: Stadt rudert zurück

Die gespendeten 100 Euro würden sich für jeden Spender dank der besseren Verbindung und der günstigeren Tarife bald rechnen. Deshalb fordert Ilge die interessierten Bürger auf, den Flyer auszufüllen und bei der Stadtverwaltung abzugeben. Auch wer nicht selber spende, könne damit die Aktion im Interesse der Zukunftsfähigkeit Niddatals unterstützen. Auf die Frage nach dem möglichen Zeitrahmen der Realisierung antwortet Ilge, dass »es noch dauern wird, falls der Ausbau über die Bigo erfolgt«. Ihre Arbeiten sollen 2016 beginnen, doch es sei unklar, wann Niddatal dann an die Reihe komme. Für den Wetterau- und den Vogelsbergkreis sei eine Ausbauzeit von zwei Jahren veranschlagt. Sollte man jedoch mit dem Main-Kinzig-Kreis einig werden, ginge der Ausbau vermutlich deutlich schneller. Am wichtigsten sei, »die Stadt von der Notwendigkeit des Ausbaus zu überzeugen«.

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