Nidda

Rekordversuch glückt:537 938 Dominosteine fallen

16. August 2015, 17:43 Uhr
Warten auf das Endergebnis: Insgesamt fallen 537 938 Steine. Das bestätigen (v. l.) Notar Christoph Duchardt, Rekordrichter Olaf Kuchenbecker –, und Patrick Sinner freut’s.

Damit hat der 18-Jährige seinen Rekord vom 16. August 2014 überboten, damals fielen 472 209 Dominosteine. Seit Samstag hat der junge Mann aus Kefenrod auch den Rekord für das größte Domino-Event Deutschlands in der Tasche.

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Mit 16 Helfern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte Sinner innerhalb von zwei Wochen mehr als 500 000 Dominosteine aufgebaut. Das Motto: »Dominoland – Reaching The Limit«. Zu sehen waren Landschaften und Vertrautes aus aller Welt.

Eine Besonderheit: Auf einer 3,25 Meter hohen und 1,75 Meter breiten Leinwand, einer speziell angefertigten Holzkonstruktion, zeigten die Dominosteine eine Nachbildung des Gemäldes »Der Schrei« von Edvard Munch. Eine derart große Wand, von der die Steine abfallen, war zuvor noch nie bei einer privaten Domino-Veranstaltung eingesetzt worden.

Dustin Grünwald aus Lißberg hatte mit einem eigens entwickelten Computer-Programm die Organisation übernommen. Dem Projekt waren zehn Monate Planung vorausgegangen. Es war die größte jemals von einer Gruppe organisierte Domino-Veranstaltung weltweit und die größte Kettenreaktion seit dem Ende des RTL-Domino-Days 2009.

Zwei neue Weltrekorde

Den Anstoß übernahm Rewe-Kaufmann Rainer Lapp als Hauptsponsor. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, wegen physikalischer Probleme, atmete das Publikum auf, als die Kettenreaktion nach dem Countdown in Gang gesetzt wurde. Für 2016 hat Lapp erneut seine Unterstützung zugesagt.

Bei dem Domino-Event brach Sinner zudem mehrere Weltrekorde: Den von ihm aufgestellten offiziellen Guiness-Weltrekord über die meisten unter Wasser gefallenen Dominosteine von 2014 steigerte er von 10 480 auf 11 466. Den Weltrekord für das größte Domino-Porträt konnte Sinner mit 150 174 gefallenen Steinen auf 72 Quadratmetern Fläche ebenfalls für sich verbuchen. Für das beleuchtete Porträt wählte er das Konterfei von Apple-Mitbegründer Steve Jobs. Der inoffizielle Rekord von 2006 lag bei 134 154 Steinen.

Notar Christoph Duchardt aus Ortenberg und Rekordrichter Olaf Kuchenbecker vom Rekord–Institut für Deutschland bestätigten die Gültigkeit der Rekorde. »Was hier geboten wurde, ist eine Spur kreativer als Lego. Chapeau«, sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Tauber vor Ort.

»Eine ganz tolle Leistung«, würdigte Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum. »Ich fahre jetzt erst mal in Urlaub«, sagte Sinner, der am Tag vor dem Event bis 4.30 Uhr die Halle ausgeleuchtet hatte. (Fotos: geo)

Der Domino-Rekord wurde aufgezeichnet, ist im Internet zu sehen unter www.sinnersdominoentertainment.com.

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